7. Februar – 14. März 2026
Galerie Bärbel Grässlin


Die Fallen im Werk von Andreas Slominski sind keine Attrappen. Sie sind funktionstüchtige, oft handelsübliche Geräte, manchmal verändert, teilweise selbst konstruiert. Es sind zum Beispiel Bären-, Fuchs- oder Vogelfallen, die immer „fängisch“, also mit einem Köder zum Fangen bereit, aufgestellt werden. Allerdings stellt sich die Frage, auf wen die Fallen abzielen. Gelten sie dem Betrachter, der Institution oder vielleicht der Kunst selbst? Slominski trägt wenig zur Klärung bei, verstrickt sich stattdessen bei seinen Aussagen bewusst in Widersprüche. Damit stellt er eine weitere Falle: die Verwirrung. In seiner Kunst verwendet Slominski unscheinbare Gegenstände und Materialien aus dem Alltag, verrückt im Kunstkontext dann den eigentlichen Sinn, so dass dem Paradox, dem Absurden und dem Nonsens Platz gemacht wird. Er ist ein Fallensteller, wie er selbst sagt, und seine Fallen wollen zum Stolpern bringen – vor allem gedanklich.

Bildnachweis: „Fallen“, 2025, Foto: Sylvan Dahlgrün, Courtesy: Galerie Bärbel Grässlin & Andreas Slominski


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