WILLI BAUMEISTER / RUDOLF BELLING
1. Mai – 20. Juni 2026
Kunsthandel Wolfgang Werner
Willi Baumeister (1889–1955) und Rudolf Belling (1886–1972) gehören seit den 1920er Jahren zur Internationalen Avantgarde. Beide Künstler – Baumeister in der Malerei – wie auch Belling in der Plastik – kehren sich von einer naturgetreuen Wiedergabe des Sujets ab und stellen die freie Behandlung der Form ins Zentrum ihres Werkes. So prägen Sie früh den Weg in die Abstraktion und beeinflussen, nicht zuletzt durch Ihre Lehrtätigkeit, die Kunst der Generation nach 1945 nachhaltig.
Bei Rudolf Belling, 1918 Mitbegründer der um Walter Gropius versammelten Novembergruppe, fokussieren wir uns auf die 1920er Jahre. Mit den Plastiken „Dreiklang“ (1919), „Organische Formen“ (1921) und „Skulptur 23“ (1923) zeigen wir drei ikonische Werke der Plastik des 20. Jahrhunderts. Sie wurden schon 1924 in der großen Einzelausstellung des Künstlers in der Berliner Nationalgalerie präsentiert, in deren Folge es zum frühen Erwerb einer Holzfassung des „Dreiklanges“ für das Museum kam.
Willi Baumeister zeigen wir mit einer Werkgruppe der 1940er Jahre, die als „afrikanisch“ bezeichnet wird. Der Künstler löste sich zunehmend von der konstruktiven Bildkonzeption der 1920er Jahre und entwickelte amorphe, bis zum einfachen Bildzeichen sich verdichtende Formgebilde. Die Verwendung von Spachtelkitt, Kreide und Gips führte darüber hinaus zur reliefhafte Wirkung der Bilder.
Unsere 35-jährige Präsenz in Berlin feiern wir mit dieser hochkarätigen Werkauswahl zweier Künstler, die wir seit unserer Eröffnung 1991 immer wieder in Einzel- oder Gruppenausstellungen vorgestellt haben.
Dienstag–Freitag 10–18 Uhr
Samstag 11–15 Uhr
Bildnachweis: Willi Baumeister
Kunsthandel Wolfgang Werner KG
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