LEGACIES OF BIAFRA // ERBE DES NIGERIA-BIAFRA-KRIEGES
9. Mai bis 4. Oktober 2025
Iwalewahaus
Multimediale Ausstellung beleuchtet das Erbe des Nigeria-Biafra-Kriegs: Ein Blick auf die Auswirkungen eines historischen Konflikts
Vernissage: 08.05.2025 // 18:30 Uhr // Ort: Iwalewahaus, Wölfelstraße 2, 95444 Bayreuth
Bayreuth – Eine wegweisende multimediale Ausstellung wird am 8. Mai um 18:30 Uhr eröffnet und widmet sich dem anhaltenden Erbe des Nigeria-Biafra-Kriegs, einem der ersten Bürgerkriege im postkolonialen Afrika. Diese Ausstellung präsentiert eine kraftvolle Sammlung von Kunstwerken, die sowohl die lokalen als auch die globalen Auswirkungen dieses Konflikts beleuchten und lädt Besucher dazu ein, die „emotionalen Wahrheiten“ derjenigen zu erfahren, die den Krieg erlebt haben.
Der Nigeria-Biafra-Krieg (1967-1970) war ein Wendepunkt in der zeitgenössischen afrikanischen Geschichte und hat die internationale Wahrnehmung des Kontinents maßgeblich geprägt. Die Nachwirkungen sind bis heute in Nigerias nationaler Identität und politischer Struktur spürbar. Die Ausstellung thematisiert nicht nur das Überleben, sondern auch die spirituellen Dimensionen von Heilung und Versöhnung nach dem Krieg.
Die Werke stammen aus dem künstlerischen Kollektiv der Nigeria Art Society UK (NASUK) sowie aus der Iwalewahaus-Sammlung. Ergänzt werden sie durch Archivmaterialien, mündliche Zeitzeugnisse und eine kuratierte Auswahl an Kurzfilmen, die persönliche Überlebensgeschichten einfangen. Diese vielfältigen Medien schaffen einen kontemplativen Raum für Reflexion über die Bedingungen, die zum Konflikt führten – von der schädlichen Erbschaft der Kolonialpolitik bis hin zu innerpolitischen Spannungen.
Die Ausstellung zeigt eindringlich, wie Kunst schwierige historische Themen aufgreifen kann. Sie bietet nicht nur Einsichten in die Vergangenheit, sondern regt auch zur Auseinandersetzung mit aktuellen Konflikten in Afrika und weltweit an.
Die kritische Auseinandersetzung mit den problematischen Hinterlassenschaften des Krieges ist ein zentrales Anliegen dieser Ausstellung. Sie thematisiert langanhaltende Phasen politischer Instabilität, den Kampf um Ölressourcen sowie fortgesetzte Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivlilisten. Durch künstlerischen Ausdruck wird die außergewöhnliche menschliche Fähigkeit zum Durchhaltevermögen beleuchtet und es wird gezeigt, wie Gemeinschaften nach einer solchen Verwüstung Mensch und Land wiederherstellen können.
Die Vernissage findet am 8. Mai um 18:30 Uhr statt, während die Abschlussveranstaltung für den 4. Oktober geplant ist. Gezeigt werden Kunstwerke von Hassan Aliyu, Titus Agbara, Chike Azuonye, Uzo Egonu, Imoesi Imhonigie, MBE, Toni Ndikanwu, Onyema Offoedu-Okeke, Olu Oguibe, Edosa Oguigo, Ade Ogundimu, Uche Okeke, Obi Okigbo, Chinze Ojobo, Chinwe Chukuogo Roy, Raymond Soko, Obiora Udechukwu und Chinwe Uwatse.
Die Ausstellung wird unterstützt von Durham University und The Africa Centre
Text: Inken Bößert
Vernissage: 08.05.2025 // 18:30 Uhr
Öffnungszeiten: 09.05. – 04.10.2025
Dauer: Di –Do 12.00-16:00 Uhr (nicht an Feiertagen), oder nach Voranmeldung: iwalewa@uni-bayreuth.de
Zusätzlich: 10. Mai und jeden 1. Samstag im Monat: 12 – 17 Uhr
Abschlussveranstaltung: 4. Oktober
Ort: Iwalewahaus, Wölfelstraße 2, 95444 Bayreuth
Preis: Eintritt frei
Sprache: Deutsch / Englisch
Kuration: Louisa Uchum Egbunike
Projektleitung: Louisa Uchum Egbunike // Hassan Aliyu
Projektkoordination: Louisa Uchum Egbunike // Hassan Aliyu // Katharina Greven // Sigrid Horsch-Albert
Logistik: Hassan Aliyu // Sigrid Horsch-Albert
Text: Louisa Uchum Egbunike
Presse / PR / Gestaltung: Inken Bößert // Nicole Klug
Technik: Sefer Polat
Kooperation: Durham University (UK) // The Africa Centre (UK) // Nigeria Art Society (UK)
Bildrechte: Chike Azuonye
Bildnachweis: Chike Azuonye – Exodus, 2017
Iwalewahaus
Wölfelstraße 2
95444 Bayreuth