11. September bis 12. November 2026
Marburger Kunstverein


Viola Bittls’ Malerei entwickelt sich aus einem vielschichtigen malerischen Prozess. In mehreren Schichten trägt sie Ölfarbe auf und schafft dadurch transluzide Bildräume, in denen abstrakte Formen, Figuren und lineare Strukturen miteinander in Beziehung treten. Ihre Arbeiten entziehen sich einer eindeutigen gegenständlichen oder narrativen Lesart und eröffnen stattdessen einen offenen Raum für Wahrnehmung und Interpretation. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie abstrakte Malerei heute gedacht und weiterentwickelt werden kann.

Die skulpturalen Arbeiten von Hanna-Maria Hammari verbinden Keramik, Stahl, Holz und gefundene Materialien zu komplexen materiellen Fiktionen. Ihre Arbeiten untersuchen die Fragilität des menschlichen Körpers im Spannungsfeld ökologischer und sozialer Kräfte und hinterfragen zugleich die instabilen Grenzen zwischen Körper und Selbst. Aus einer feministischen Perspektive thematisiert Hammari Spannungen zwischen Begehren und Unbehagen, Zugehörigkeit und Entfremdung. Transformation erscheint dabei nicht als Ausnahme, sondern als grundlegende Bedingung menschlicher Existenz.

Bildnachweis: Viola Bittl, ohne Titel III, 2023. (Foto: Wolfgang Günzel)


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