29. Mai bis 17. Juli 2026
Coelner Zimmer


Malerei/Objekte

Öffnungszeiten:  Do.+ Fr :15-19 h Sa. 14-18 h + nach Vereinbarung

Cosima Hawemann

Latente Unruhe und Unbestimmbarkeit: die Arbeiten von Cosima Hawemann lassen Szenarien entstehen, die sich einer visuellen Verlässlichkeit entziehen. Sie zeigen Momente und Situationen, die auf etwas verweisen, das sich nicht gänzlich greifen lässt: Spuren einer Präsenz, die ins Abwesende übergeht. Die Thematik der Dopplungen greift (…) Hawemann in ihren Werken auf. So sind ihre Bilder von Doppelgängern bevölkert, von Gestalten, die sich als Schatten oder Silhouetten zeigen. Der mediale Bezug zu Film und Fotografie macht sich (…) auf der technischen bzw. materiellen Ebene der Arbeiten bemerkbar. Die Bilder (…) gehen zumeist auf Found Footage (…) zurück und werden von der Künstlerin unter Verwendung unterschiedlicher Verfahren und Materialienbearbeitet. Insbesondere die Technik des Übermalens führt dazu, dass die Bilder teils ins Abstrakte hinübergleiten. Das Filmisch-Fotografische zeigt sich aber auch im Entstehungsprozess der Bilder, der auf eine dem Siebdruck verwandte Technik zurückgeht und einen Moiré-Effekt erzeugt: optische Interferenzen, die sich aus der Relation zwischen der Fotografie und der Malerei ergeben. Die Überlagerung wird damit zu einer präsenten Geste in Hawemanns Werken. Doch sind es nicht nur die Material- und Farbschichten, die miteinander interferieren, sondern auch die Ansichten: das Innen und Außen. Der Blick von außen auf die Figuren und Landschaften wird zu einem Wahrnehmungsbild, einer Innenansicht. So erzeugen die Bilder unentwegt Déjà-vus: die das Einsame und teils Unheimliche umspielenden Portraits und Landschaftsbilder erinnern stets an etwas, das unbestimmt bleibt. Damit schreiben sie Szenarien fort, die zur gleichen Zeitbeides vollziehen: Wahrnehmbar-Machen und Entziehen, Manifestieren und Auflösen.
Auszug aus einem Text von Svetlana Chernyshova

Marc von Criegern

Nach meinem Studium an der Kunsthochschule Braunschweig, am San Antonio Art Institute (USA) und der Kunstakademie Düsseldorf absolvierte ich mein Philosophiestudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Parallel zur intensiven Auseinandersetzung mit der Zeichnung zeichnet sich mein Werk durch großformatige Gemälde aus, die teilweise installativen Charakter haben. Zusätzlich zu meiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Diderot et d 1 Alembert, für die ich nach meinem Studium den Kunstpreis der Deutschen Volksbanken bekam, beschäftige ich mich in den letzten Jahren mit Flauberts Roman Bouvard und Pécuchet, auf den sich zahlreiche der neuen Bilder beziehen.

Bildnachweis: Ausstellungsbanner


Coelner Zimmer
Schirmerstraße 39
40211 Düsseldorf
www.coelner-zimmer.de

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