PLANETARY TRANSITIONS: POTSDAM ARTIST RESIDENCY HAAU (ANGELA KA KI LEE), SAMIR DAMS, GLOBAL EXTRACTION OBSERVATORY (EDUARDO KAIRUZ & SAM SPURR)
16. November bis 14. Dezember 2025
KunstHaus Potsdam
Eröffnung am Sonntag, 16. November um 16 Uhr
Es sprechen: Dr. Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museum der Landeshauptstadt Potsdam, Martin Gorholt, Vorsitzender Kunstverein KunstHaus Potsdam und Sophia Pietryga, Künstlerische Leitung KunstHaus Potsdam
Die Ausstellung „Planetary Transitions: Potsdam Artist Residency“ zeigt Arbeiten und Projekte der drei derzeit in Potsdam arbeitenden Künstler:innen bzw. Kollektive HAAU (Angela Ka Ki Lee), Samir Dams und dem Global Extraction Observatory (Eduardo Kairuz & Sam Spurr). In ihrer Residency in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam, RIFS (Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam) und DAAD verbinden sie künstlerische Praxis mit naturwissenschaftlicher Forschung.
Als erste Teilnehmenden des Programms wurden 2024 Dr. Sam Spurr und Dr. Eduardo Kairuz ausgezeichnet. Gemeinsam realisierten sie das Forschungsprojekt „Lithium Unearthed: Hoffnung und Gefahren für eine grüne Zukunft“ im Rahmen ihres Forschungskollektivs Global Extraction Observatory (GEO). Ihr interdisziplinärer Ansatz verbindet Architektur, Design, Wissenschaft und gesellschaftliche Narrative, um die komplexen Verflechtungen rund um die weltweite Lithiumgewinnung sichtbar zu machen. GEO versteht Architektur als erweitertes Forschungsfeld, das neue Formen des Wissens und der visuellen Kultur zwischen künstlerischer Praxis, Wissenschaft und öffentlicher Reflexion ermöglicht.
Für das Jahr 2025 wurde der brasilianische Künstler Samir Dams als Stipendiat ausgewählt. Von Oktober bis Dezember 2025 arbeitet er in Potsdam an seinem Projekt „Comércios em Trânsito: Urban and Sustainable Perspectives in Art“. Seine künstlerische Forschung widmet sich den symbolischen Landschaften urbaner Konsumräume und deren materiellen Hinterlassenschaften. Durch den Einsatz von
Recyclingmaterialien, Installationen und Fotografie untersucht Dams nachhaltige ästhetische Praktiken im
Dialog mit Konsum, Abfall und kollektivem Gedächtnis.
Auch Angela Ka Ki Lee, französisch-hongkongische Architektin und Professorin, präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung ihre Arbeiten. Lee arbeitet transdisziplinär an der Schnittstelle von Raumgestaltung, sozioökologischer Forschung und kuratorischer Praxis. Sie leitet das Studio HAAU, ein interdisziplinäres Büro, das sich mit räumlicher Ökologie und den verborgenen Stoffwechselprozessen urbaner Umgebungen beschäftigt. In ihren Projekten erforscht sie die kulturellen und ökologischen Implikationen von Energiegewinnung und Infrastruktur und verbindet Designexperimente mit partizipativen und kollektiven Forschungsansätzen.
Die Ausstellung hebt hervor, wie künstlerische Praktiken neue Perspektiven auf globale Ressourcenströme, urbane Transformationen und ökologische Zukunftsszenarien eröffnen. Durch die
Verbindung von Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlicher Reflexion entstehen neue Räume des Wissens und des Dialogs über nachhaltige und gerechte Zukunftsentwicklungen.
Veranstaltungen
Sonntag, 14. Dezember 16 Uhr
Finissage
Während des Ausstellungszeitraums wird HAAU an mehreren Terminen den Raum in einen interdisziplinären planetaren Forschungsraum verwandeln. Besucher:innen werden verschiedene Möglichkeiten haben, daran teilzunehmen: durch die Teilnahme an von Expert:innen geleiteten Sessions oder in persönlichen Gesprächen mit der Künstlerin, um eigene Perspektiven einzubringen. Mehr Informationen, Termine und Anmeldung unter: planetarytransitions.wordpress.com
Öffnungszeiten des KunstHaus Potsdam:
mittwochs bis sonntags 12–17 Uh
Bildnachweis: Global Extraction Observatory, Volatility, 2025
Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.
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