30. April – 28. August 2022

Museum der Havelländischen Malerkolonie


Mit dieser Ausstellung wird anlässlich seines 50. Todestages an den Jahrhundertkünstler Magnus Zeller erinnert.
Auch wenn er nicht in engerem Sinne der Havelländischen Malerkolonie zuzurechnen ist, hat er auch Landschaften des Havellandes, zumal vom Schwielowsee, geschaffen. Der wurde ihm ab 1937 zur Heimat, als er sich in Caputh ansiedelte, um Restriktionen der nationalsozialistischen Kulturpolitik und dem heraufziehenden Krieg auszuweichen. Hier entstanden seit 1938 im Geheimen seine antifaschistischen Hauptwerke und etablierte sich 1962 ein Malzirkel.
Seine Werke spiegeln vier politische Systeme wider. Als Bildthemen dominieren Allegorien des Weltgeschehens, Kriegserlebnisse, Verwerfungen des Großstadtlebens, christliche Ikonografie, Menschenbild und Mystisches. Schon von der zeitgenössischen Kritik wurde Zeller als Interpret des Abgründigen bezeichnet und mit E.T.A. Hoffmann in Verbindung gebracht.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, herausgegeben vom Förderverein Havelländische Malerkolonie e.V. (Text und Konzept: Dominik Bartmann). Dieser enthält eine ausführliche, bebilderte Biografie sowie Abbildungen sämtlicher Exponate. Neben verschiedenen privaten Leihgebern haben die Stiftung Stadtmuseum Berlin und das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte wertvolle Exponate zur Verfügung gestellt. Erstmals kann so Zellers antifaschistischer Bilderzyklus komplett gezeigt werden.

Bildnachweis: Magnus Zeller, Karussel, 1929, Privatbesitz


Museum der Havelländischen Malerkolonie
Beelitzer Str. 1 / Ecke Dorfstraße
14548 Schwielowsee / OT Ferch
Telefon: 033209 – 21025
e-Mail: museum@havellaendische-malerkolonie.de

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