10. März bis 7. April 2024

Ruine der Künste Berlin


Das historische Bauhaus war eine Orgie von Vernunft. Aber es gab auch Künstler, die die Lawinen der Intuition lostraten, die ‘Kosmischen Staub’ zuliessen

‘Die Vernunft reicht nicht in die Ecken der Gefühle’ (Wolf Kahlen, 1982 in einer Zeitungsgrafik der taz Berlin).

Die Ruine der Künste Berlin ist ein privater Ort für materielle und immaterielle Künste‘ definiert ein Schild am Tor des Grundstücks und Hauses, in dem seit 1985 internationale avantgardistische Künstler aller Genres installativ, performativ, musikalisch, textlich, skulptural gearbeitet haben und weiter arbeiten und ausstellen werden: Gerz, Filliou, Snow, Hutchinson, Timo Kahlen, Rühm, Leitner, Latham, Wolf Kahlen etc. Die Edition Ruine der Künste Berlin verlegt besondere Künstlerbücher, -objekte und -kataloge. Die Mehrzahl der Künstler arbeitet mit Medien und realisiert innovativ neue Formen der Künste wie 1988 365-Zeit-An-Sagen / Kunst übers Telefon von Wolf Kahlen, oder das einzige Künstlerradio der Welt, das von 1988 bis zum Mauerfall in Berlin 24 Stunden pro Tag ein einziges Stück mit einem der ersten Computer damals zufallsgesteuert, sich immer wandelnd, betrieb: The Infinite Talk von Wojciech Bruszewski. Das Gebäude ist eine Kriegruine außen und ein Neubau im Inneren, entstanden 1945/1982-85 nach einem Entwurf von Wolf Kahlen, der auch der Inititiator und Kurator seit der Eröffnung 1985 ist. Das Beieinander von Zerfall und konstruktivem Leben und Arbeiten, also Werden und Vergehen, oder die Impermanenz der Dinge, sind die Philosophie des Ortes und der Künste, die hier stattfinden

Bildnachweis: Detail des Ausstellungsplakates „Bauhaus lernen. Staub kennt keinen Winkel“. Ruine der Künste. 2024


Ruine der Künste

Straße Hittorfstr. 5

14195 Berlin-Dahlem

Telefon 49 30 8313708

Web http://home.snafu.de/ruine-kuenste.berlin/fenster.htm

E-Mail ruine-kuenste.berlin@snafu.de

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