WOHNKOMPLEX – NEUBRANDENBURG. KUNST UND LEBEN IM PLATTENBAU
14. Mai bis 2. August 2026
Kunstsammlung Neubrandenburg
Die Kunstsammlung Neubrandenburg zeigt vom 14. Mai bis 2. August 2026 die neue Sonderausstellung „Wohnkomplex – Neubrandenburg. Kunst und Leben im Plattenbau“.
Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Video und Druckgrafik geben Einblicke in ein Architektur- und Lebensmodell, das die Vier-Tore-Stadt wie kaum eine andere prägt: den Plattenbau. In Zusammenarbeit mit dem Gastkurator Kito Nedo werden Positionen der Gegenwartskunst und Kunst aus der DDR gezeigt, die die Wirkung dieses Bautyps bis heute in Stadtbild und Gesellschaft nachzeichnen. Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Wohnraummangel stellt die Ausstellung zudem Bezüge zu einer der zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart her.
Plattenbau zwischen Geschichte und Gegenwart
Der Plattenbau war einst das Herzstück der DDR-Sozialpolitik – ein Ort der Vergesellschaftung und ein Symbol für den realsozialistischen Fortschritt. In Neubrandenburg wurde dieses Modell bis 1990 überwiegend positiv aufgenommen. Nach dem Ende der DDR wurde der Plattenbau zum Schauplatz schmerzhafter Transformationen und sozialer Spaltung. Bis heute befindet sich der Plattenbau in einem Transformationsprozess zwischen Denkmalwert und gelebter Gegenwart.
Ausstellungskonzept und Perspektive
Mit „Wohnkomplex – Neubrandenburg“ erweitert Kito Nedo in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Neubrandenburg sein ursprünglich für das MINSK in Potsdam entwickeltes Ausstellungskonzept um eine (selbst-)kritische Auseinandersetzung vor Ort. Zwischen neuer Identitätsfindung und Erinnerungskultur fokussiert die Ausstellung das Erleben und Leben in dieser besonderen Architektur. Gezeigt werden Leihgaben und Werke aus der Kunstsammlung Neubrandenburg. Sie beleuchten Wandel und Kontinuität in den Widersprüchen der Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland.
Kito Nedo wurde für die Ausstellung und Begleitpublikation „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“ für das MINSK, Potsdam, am 16. April mit dem Justus Bier Preis für Kurator:innen 2026 ausgezeichnet.
Unter anderen werden Werke gezeigt von: Karl-Heinz Adler, Sibylle Bergemann, Jan Brokof, Manfred Butzmann, Andreas Dress, Mirjam Elburn, Sebastian Jung, Harald Kirschner, Karsten Konrad, Ute Mahler, Wolfgang Mattheuer, Uwe Pfeifer, Inken Reinhart, Juli Schupa, Wenke Seemann, Robert Seidel, Volker Stelzmann, Christian Thoelke, Claus Weidensdorfer, Karlheinz Wenzel und Siegfried Wittenburg.
Begleitprogramm zur Ausstellung
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm ergänzt. Dazu gehören Workshops, Stadtspaziergänge, Kuratorinnen- und Kuratorenführungen sowie weitere Veranstaltungen.
Termine für Vorträge, Lesungen, Gespräche und Führungen sind in Planung und werden über die Webseite der Kunstsammlung Neubrandenburg www.kunstsammlung-neubrandenburg.de bekannt gegeben.
Museumspädagogische Angebote
Die Kunstsammlung Neubrandenburg bietet museumspädagogische Programme und Führungen für Kindergärten, Schulen, Familien und Erwachsenengruppen an. Dabei stehen insbesondere die aktuellen Sonderausstellungen im Fokus.
Sonderführungen für Gruppen bis zu 20 Personen sind nach Anmeldung möglich.
Anmeldungen erfolgen über:
E-Mail: kunstsammlung@neubrandenburg.de
Tel.: 0395 555 1290
Bildnachweis: Christian Thoelke, Freiplatz, 2022, Öl auf Leinwand, 200 x 150 cm © Christian Thoelke
Kunstsammlung Neubrandenburg
Große Wollweberstraße 24
17033 Neubrandenburg
Öffnungszeiten: Mittwoch-Sonntag 10:00-17:00 Uhr
Kontakt:
Tel.: 0395 555-1290
E-Mail: kunstsammlung@neubrandenburg.de
www.kunstsammlung-neubrandenburg.de