13. Mai – 26. Juni 2025
Polnisches Institut Düsseldorf


Die erste Ausstellung von Przemek Dzienis in Deutschland, einem der interessantesten zeitgenössischen polnischen Fotografen und Filmemacher, ist für den Künstler ein wahrgewordener Traum, denn die Düsseldorfer Fotoschule ist für ihn seit seiner Studienzeit eine ständige Inspiration und Bezugspunkt.

Die erste Ausstellung von Przemek Dzienis in Deutschland ist eine persönliche, intime Reise „eine Reflexion über flüchtige Erinnerungen und Aufzeichnungen des Gedächtnisses“, erklärt der Künstler. Der Öffentlichkeit ist er vor allem durch seine Fotografien und Filme bekannt. DieAusstellung zeigt kleinformatige Skulpturen, Fotografien, Filme und Tonaufnahmen, wobei diesmal das Hauptmedium das Objekt bleibt.

Good Grief fand ihre Premiere auf dem Fotofestival in Łódź, einer der wichtigsten Veranstaltungen der Fotoszene in Polen. Die Ausstellung in Düsseldorf ist für den Künstler ein wahrgewordener Traum, da die Düsseldorfer Fotoschule seit seiner Studienzeit Inspiration und Bezugspunkt darstellt. Der Künstler geht über das konventionelle Verständnis von Fotografie hinaus und konzentriert sich auf die Arbeit mit dem Gedächtnis sowie mit guten und schlechten Erinnerungen, begleitet von ambivalenten Emotionen. Dzienis begegnet den Bildern immer mit Distanz, er inszeniert und konstruiert mehr, als dass er sie dokumentiert. Das Einzige, was von ihnen bleibt, ist lediglich eine Erinnerung.

Przemek Dzienis (geb. 1984) – Absolvent der Staatlichen Film-, Fernseh- und Theaterhochschule in Łódź sowie der Philosophie an der Universität Łódź. Seine Kompositionen sind einfach, aber präzise geplant. Er vermeidet Pathos und Überinterpretation – er beschränkt die Ausdrucksmittel auf das absolute Minimum, um die visuelle Botschaft zu vereinfachen und lesbarer zu machen. Seine Werke sind der Bildhauerei näher als der klassischen Malerei. In seinen gestellten Porträts analysiert er die Beziehung zwischen dem Menschen und den ihn umgebenden Alltagsgegenständen. Przemek Dzienis experimentiert auch mit vervielfältigten Kompositionen, mit Figuren oder Objekten, deren Aktionen im Raum er verfolgt. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Ausstellungen in Polen und im Ausland präsentiert. Przemek Dzienis ist einer der Mitbegründer des Fotofestivals in Łódź.

Ausgewählte Einzelausstellungen: I can’t speak, I’m sorry, PF Gallery, Poznan (2012); NN Personality, Platan Gallery, Budapest, Ungarn (2011); NN Personality, Platan Gallery FF Gallery, Lódź (2010); NN Personality, 1500m/k, Warschau (2009), Falling Up, Looout Gallery, Warschau (2014), Dobry żal (Good Grief), Kamienica Hilarego Majewskiego, Fotofestival, Łódź (2024).

Ausgewählte Gruppenausstellungen: Recommended by…, Fotogalerie Wien, Wien, Österreich (2012); Basen, TIFF Festival, Wrocław (2012); Sub pop, Galeria BWA Warszawa, Warschau (2012); Some things visible and invisible, Polnisches Institut Düsseldorf, Deutschland (2010); Blade Factory, Liverpool (2010).

Preise und Residenzen: Saatchi Foundation Residency, Liverpool (2010), EEA & NFM, Shaping Time, polnisch-norwegischer Workshop, Lodz/Bergen, Polen/Norwegen (2011).

Süße Erinnerung.

Wenn ich an Momente aus der Vergangenheit denke, dann verändere ich manchmal ihre Bedeutung in eine, mit der ich besser klarkomme. Auf diese Weise werden mit der Zeit die Erinnerungen erträglicher. Ein Objekt in Gestalt einer aus Zähnen gefertigten Kugel sieht von Weitem aus wie ein Ferrero Rocher oder Raffaello. (Przemek Dzienis)

Bildnachweis: Przemek Dzienis, Good Grief, 2024, Foto


Polnisches Institut Düsseldorf
Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten der Galerie:
Di + Mi + Fr 11 – 17 Uhr
Do 11 – 19 Uhr

www.instytutpolski.pl/duesseldorf

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