ANGELA ANZI „AFTERTONE“
11. April bis 12. Juni 2026
Marburger Kunstverein
Die Schweizer Künstlerin Angela Anzi arbeitet im Spannungsfeld von Sound, Performance und Bildhauerei. Mit ihren Installationen und Objekten, in denen sie klassische bildhauerische Aspekte der Keramik mit Alltagsmaterialien verbindet, unterwandert sie unsere gewohnten Wahrnehmungsmuster.
Angela Anzi interessieren die bildhauerischen Körper nicht nur in ihrer materiellen Präsenz, sondern auch als Klangkörper und im Hinblick auf ihre kulturellen und genderspezifischen Konnotationen.
In diesem Sinn versteht sie ihre künstlerische Praxis als fluiden Ort kritischer Reflexion. Das konkrete bildhauerische Material wird verwoben mit Erzählungen unterschiedlicher Quellen – etwa die der mythologischen Sirene, wobei tradierte Sinnbezüge aufgebrochen und verändert werden. Insbesondere in einer initialen Performance im Rahmen der Vernissage am Freitag, 10. April 2026, ab 18 Uhr vollzieht sich durch Klang, Geräusch und menschliche Einflussnahme eine mehrfache Wandlung und Bedeutungsverschiebung der Objekte. Mit diversen Aktionen haucht Angela Anzi ihren Objekten Leben ein und erzeugt durch Bewegung, Berührung, Anstimmen oder mit Elektronik eine Aktivierung ihrer Werke. Zum Einsatz kommen dabei Baumaterialien und andere „Werkzeuge“, mit denen die Künstlerin ihre Installation in Betrieb nimmt: Rohre aus Plastik, Verstärker, Oszillatoren, Synthesizer etc. Die Gerätschaften sind sichtbar, platziert wie eine Forschungsstation, die mit den fragilen Objekten aus Keramik kontrastiert.
Bildnachweis: Angela Anzi, »Not Nox Nyx«, 2025. Ausstellungsansicht Poisonous Potentials, Auswahl 25, Gastkünstlerin: Angela Anzi, Aargauer Kunsthaus. Foto: René Rötheli/VGBild-Kunst
Marburger Kunstverein
Gerhard-Jahn-Platz 5
35037 Marburg