01. April – 26. Juni 2022

Maxim Gorki Theater Berlin


Vom Thatcherismus bis hin zum Brexit, zeichnet die britische Künstlerin Delaine Le Bas in ihrer Einzelausstellung ‘Beware of Linguistic Engineering’ nach, wie Sprache von neoliberaler Politik und Medien konstruiert wird, um bestehende Ausschlüsse zu reproduzieren und das kollektive Bewusstsein zu beeinflussen. Mit minimalistischem Ansatz, textbasierten Porträts und Zeichnungen lädt sie zudem auch den Kulturbetrieb zum selbstkritischen Diskurs ein, denn für sozial und rechtlich benachteiligte Minderheiten in Europa, wie Rom*nja und Sint*izze, hat sich lediglich die Sprache geändert, die für sie benutzt wird, jedoch weder der gesellschaftliche Blick auf sie, noch die ökonomischen Lebensbedingungen. Die Ausstellung erschafft ein ganz persönliches Universum, in dem Kritik gleichzeitig zu einer Angelegenheit kollektiver Dringlichkeit wird.

Basierend auf Delaine Le Bas‘ letzter Ausstellung in der Yamamoto Keiko Rochaix Gallery in London, kuratiert von Christine Eyene.
In der Reihe 5. Berliner Herbstsalon gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Delaine Le Bas wurde 1965 in Worthing, Großbritannien, geboren und studierte an der Saint Martins School of Art London. Sie ist eine interdisziplinäre Künstlerin und kreiert Installationen, Performances, Fotografien und Filme. Sie ist eine der sechzehn Künstler*innen, die 2007 Teil von Paradise Lost, dem ersten Roma-Pavillon auf der Venedig Biennale waren. Sie arbeitete mit ihrem verstorbenen Ehemann, dem Künstler Damian Le Bas, an ihren Installationen Safe European House? und den Projekten Gypsy Revolution und Gypsy DaDa. Delaine Le Bas schuf Romani Embassy im Jahr 2015 und schrieb Performance-Textwerke mit ihrem Sohn, dem Schriftsteller Damian James Le Bas. Ihre Werke wurden u.a. auf der Prager Biennale 2005 & 2007, der Biennale von Venedig 2007 & 2017, in die Ausstellung aufgenommen sowie auf der Gwangju Biennale 2012, der Zacheta National Gallery Of Art 2013, dem MWW Wroclaw Museum für Zeitgenössische Kunst 2014, The Third Edition Of The Project Biennial Of Contemporary Art D-0 Ark Underground Bosnien-Herzegowina 2015, der Off Biennale Budapest und der Goteborg International Biennale For Contemporary Art Extended im selben Jahr. Werke von Delaine Le Bas waren des Weiteren bei den Critical Contemplations Tate Modern zu sehen. Sie ist Kuratorin der First Roma Biennale COME OUT NOW! 2018 und Co-Kuratorin bei 198 Contemporary Arts & Learning London, Großbritannien. Im Maxim Gorki Theater stellt Le Bas nach dem 1., 2., 3., und 4. Herbstsalon nun in der Reihe 5. Herbstsalon aus.

Bildnachweis: Delaine Le Bas: „Beware Of Linguistic Engineering 209021“, 2021, Acrylic on Calico
Foto: Alexander Christie


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