BRIGITTE WAGNER – ES ZEICHNET
6. Februar bis 31. Mai 2026
Kunstmuseum Albstadt
Neue Zeichnungen und markante Wegpunkte
Das Kunstmuseum Albstadt eröffnet am Freitag, den 6. Februar 2026 um 18:30 Uhr (Einlass 18 Uhr) die Ausstellung „Brigitte Wagner – Es zeichnet“. Die Künstlerin ist bei der Vernissage anwesend. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Roland Tralmer führt Melanie Löckel, stellv. Leitung, in die Schau ein. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von der ukrainischen Pianistin Oksana Stechyshyn. Am Tag der Eröffnung ist der Eintritt ins Kunstmuseum frei (ab 14 Uhr). Die Schau ist bis zum 31. Mai zu sehen.
Aus intuitiv gesetzten Zeichenspuren schafft die Künstlerin Brigitte Wagner (*1940) expressive Landschaften von nahezu archaischer Präsenz. Schroffe Felsen, aufstrebende Baumstämme und vereiste Flächen formen Kompositionen, die wie aus der Zeit gelöst scheinen. Brigitte Wagner arbeitet mit nuancierten Hell-Dunkel-Kontrasten, die sich auf hellem wie auch auf schwarzem Papier entfalten. Gerade die Zeichnungen auf dunklem Grund entwickeln eine besondere Tiefenwirkung: Licht scheint aus den Strichlagen selbst hervorzugehen und verleiht den Landschaften eine geheimnisvolle Ausstrahlung. In den vergangenen Jahren hat sich Brigitte Wagner ganz der Zeichnung zugewandt und die Landschaft – das zentrale Motiv ihres jahrzehntelangen Schaffens – in eine elementare Form geführt. Die Kreide setzt sie ohne Vorzeichnung auf das Blatt. Aus dieser ersten Geste entfaltet sich Strich für Strich das nahezu abstrakte Motiv. Die Landschaft entsteht im Prozess, wächst organisch, verdichtet sich scheinbar wie von selbst: „Es zeichnet“.
Ergänzend zu den jüngsten Arbeiten präsentiert die Ausstellung ausgewählte Kaltnadelradierungen aus früheren Werkphasen. Als markante Wegpunkte im Œuvre von Brigitte Wagner machen sie ihre stilistische Entwicklung nachvollziehbar und spannen den Bogen zu ihrer heutigen Zeichensprache. Die Ausstellung findet zu Ehren des 85. Geburtstags der Künstlerin statt.
Besondere Programmpunkte während der Laufzeit sind ein Gespräch zwischen der Künstlerin und der Kuratorin bei der „Langen Nacht der Museen“ (20. März, 18:30 Uhr, Eintritt 12 €, gilt für alle teilnehmenden Museen), der Workshop „Stille Horizonte – Kaltnadelradierung“ für Erwachsene und interessierte Jugendliche mit Anett Frey (28. Februar, 11 bis 17 Uhr, pro Person 55 € inkl. Material), der Workshop „Farbenzauber“, in dem Kinder ab 6 Jahren unter der Anleitung von Brigitte Wagner eigene Kreidezeichnungen erschaffen (18. April, 14:30 bis 16:30 Uhr, pro Person 7 € inkl. Material) sowie die Filmvorführung „Brigitte Wagner – Meisterin der Kaltnadel“ mit der Künstlerin (28. April, 18:30 Uhr, freier Eintritt, anschließend Umtrunk). Öffentliche Sonntagsführungen durch die Schau finden am 15. Februar, 8. und 29. März, 19. April und weiteren Terminen im Mai 2026 statt.
Bildnachweis: Brigitte Wagner, Eisleuchten, 2025, farbige Kreide, Foto: Frank Luger / Art Photography
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