16. Mai – 1. September 2024
Kunsthalle Wien


Eine gemeinsame Ausstellung der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien in Kooperation mit der Klima Biennale Wien
Kuratiert von Inke Arns (HMKV) und Andrea Popelka (Kunsthalle Wien),
Assistenzkuratorin Hannah Marynissen
Eröffnung: Donnerstag, 16. Mai 2024, 19:00 Uhr

Mit Arbeiten von Kobby Adi, Kerstin Brätsch, Colectivo Los Ingrávidos, Nicholas Grafia & Mikołaj Sobczak, Sonia Leimer, Maha Maamoun, Wolfgang Mattheuer, Marina Pinsky, Katharina Sieverding, The Atlas Group, The Otolith Group, Huda Takriti, Suzanne Treister, Anton Vidokle, Gwenola Wagon und Hajra Waheed

Die Direktorin des HMKV Hartware MedienKunstVereins, Dr. Inke Arns, wurde im Rahmen der Wiener Festwochen eingeladen, die Ausstellung Genossin Sonne gemeinsam mit Andrea Popelka (Kunsthalle Wien) zu kuratieren. In der essayistische Gruppenausstellung, die am 16. Mai 2024 eröffnet, werden Werke 17 internationaler Künstlerinnen gezeigt, darunter einige Gruppen und Kollektive.

Einige der Positionen waren bereits in Dortmund zu sehen, zuletzt in der HMKV-Ausstellung House of Mirrors – Künstliche Intelligenz als Phantasma (09. April – 31. Juli 2022), wo Gwenola Wagon mit einer Installation vertreten war. Die Künstlerinnen Suzanne Treister und Anton Vidokle zeigten Beiträge in Technoschamanismus (09. Oktober 2021 – 06. März 2022), und The Otolith Group war Teil von Afro-Tech and the Future of Re-Invention (21. Oktober 2017 – 22. April 2018). Suzanne Treister wurde 2012 im HMKV in einer großen Einzelausstellung präsentiert.

„Genossin Sonne“ – der Titel der Ausstellung irritiert. Wie kann die Sonne, das zentrale Gestirn unseres Sonnensystems, eine Genossin sein? Und in welchem Kampf ist sie das, in welcher revolutionären Bewegung? Kann die Sonne ein revolutionäres Subjekt sein? Und was hat die Revolution mit dem Kosmos zu tun?

Genossin Sonne widmet sich künstlerischen Arbeiten und Theorien, die den Kosmos und insbesondere die Sonne, der Energielieferant für Leben auf der Erde, mit sozialen und politischen Bewegungen in Verbindung bringen. Vor dem Hintergrund der Dezentrierung des Menschen als historisches Subjekt stellt sich die Frage, inwieweit nicht nur die Umwelt auf der Erde, sondern darüber hinaus auch der Kosmos an historischen Prozessen Anteil hat. Bei den Werken liegt ein Schwerpunkt auf dem Bewegtbild – auf Kino, Film und Video als Medien des Lichts. Aber auch in anderen Medien strahlen die Arbeiten hypnotische, fiebrige, glühende, drohende Affekte aus. Die Sonne fungiert insgesamt einerseits als Lebens- und Energiespenderin für politische Kämpfe und andererseits als mahnende Figur, deren schiere Masse und Lebensdauer die Kürze menschlichen Lebens auf dem Planeten Erde deutlich macht.

Zeitgleich zeigt der HMKV Hartware MedienKunstVerein in Dortmund Arbeiten von zwei Künstler*innen aus der Wiener Ausstellung in der Reihe HMKV Video des Monats – zunächst The Sun Quartet, part 1: Piedra del Sol von Colectivo Los Ingrávidos (1. – 31. Mai 2024). Im Juni schließt sich Maha Maamoun an, deren Videoarbeit 2026 dann online auf der HMKV-Website und auf der Ebene 3 im Dortmunder U zu sehen sein wird.

Bildnachweis: Suzanne Treister, The Escapist BHST (Black Hole Spacetime)_In Human Memory, 2018–2019, Courtesy die Künstlerin, Annely Juda Fine Art, London and P.P.O.W. Gallery, New York


Kunsthalle Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien
Tel: +43‑1‑52189‑0
E‑Mail: office@kunsthallewien.at
www.kunsthallewien.at

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