JAY GARD & ANNA HAIFISCH „FELL UND STAHL“
24. Mai bis 5. Juli 2026
KunstHaus Potsdam
Vernissage: 24. Mai, 16 Uhr
Der Bildhauer Jay Gard zeigt zwei seiner raumgreifenden Metallskulpturen, die den „Schnörkel“ (=Snörk), also das Ornament wesentlich in sich tragen und Bezüge schaffen zur Kunst und Architektur des Barock und Rokoko. Anna Haifisch ist Zeichnerin, Illustratorin und Künstlerin, in ihren häufig im Comic verhafteten Arbeiten begleiten wir ihre Protagonisten, häufig Wesen zwischen Mensch und Tier, durch den (kunstschaffenden) Alltag. In der Ausstellung „Fell undStahl“ dreht es sich vor allem um den Hünd, eine hündische Figur, die an die Windspiele Friederichs II. Angelehnt ist.
Jay Gard und Anna Haifisch kennen sich seit beinahe 20 Jahren. Sie haben zusammen an der HGB Leipzig studiert, haben beide in New York gearbeitet, zusammen gewohnt – aber noch nie gemeinsam ausgestellt. Die Idee zur Ausstellung kam durch den gemeinsamen Potsdambezug, der in den Arbeiten beider zu finden ist: Anna Haifisch hat für die Königliche Porzellan-Manufaktur die Edition „Friedrichs Hunde“ entwickelt, die die Windspiele des Königs Biche, Alcmène, Thisbe, Phillis, Arsinoe, Superbe und Hasenfuß, begraben neben ihrem Besitzer am Fuße des Schlosses Sanssouci, in ihrem Leben als Königshunde zeigt.
Jay Gard hat sich in einigen Arbeiten mit dem Schloss und Schlosspark Sanssouci und dem Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff beschäftigt. Seine Arbeit „Sanssouci“, die vor dem Eingang der Investitionsbank Brandenburgs in der Babelsberger Straße im öffentlichen Raum Potsdams steht, zeigt ein ganzes Repertoire der Auseinandersetzung mit dem Friderizianischen Rokoko.
Gemeinsam entwickeln sie für „Fell und Stahl“ eine Kombination aus beiden Bildwelten, die jede für sich stehend trotzdem im Zusammenspiel gemeinsam funktionieren. Als gemeinschaftliche Arbeiten entstehen ein Zine, also eine kleine Publikation, und ein Mixtape, die das Gemeinsame, aber auch das Künstler:insein als solches unterstreichen.
Hünd und Snörk kommen ins KunstHaus Potsdam. Gemeint sind damit die Arbeiten von Jay Gard und Anna Haifisch, die im Kunsthaus Potsdam erstmals gemeinsam ausstellen.
Jay Gard wurde 1984 in Halle/Saale geboren und wuchs im heutigen Chemnitz auf. Er studierte bildende Kunst an der Burg Giebichenstein in Halle und der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig und arbeitete für die Künstler Tom Sachs (New York) und Thomas Demand (Berlin). Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und finden sich in öffentlichen wie privaten Sammlungen und als Kunst am Bau-
Beiträge im öffentlichen Raum. Jay Gard lebt und arbeitet in Berlin.
Anna Haifisch (*1985 in Leipzig) hat ebenfalls an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert und ist eine der renommiertesten Stimmen des zeitgenössischen Comics. Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehören der Comic-Sammelband „The Artist“ der das melancholische Leben eines Künstlers reflektiert. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Museen bundesweit und international ausgestellt und werden regelmäßig in Zeitschriften wie The New Yorker und dem Süddeutsche Zeitung Magazin publiziert.
Veranstaltungen
Sonntag, 24. Mai 16 Uhr
Vernissage
Sonntag, 28. Juni 12 Uhr
Fahrradtour
KunstHaus Potsdam → Kunstraum Potsdam → Villa Schöningen
Sonntag, 5. Juli 16 Uhr
Finissage
Finissage und Katalogvorstellung „Unboxing Bauhaus“ in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar
Öffnungszeiten des KunstHaus Potsdam:
mittwochs bis sonntags 12–17 Uhr
Bildnachweis: Grafik Anna Haifisch
Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.
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