Kunstkammer des Westwendischen Kunstvereins

31. Juli – 28. August 2022


Der Westwendische Kunstverein freut sich, den in Berlin lebenden, international renommierten und vielfach ausgezeichneten Künstler Max Neumann mit einer Auswahl an kleinformatigen Arbeiten in der Kunstkammer zeigen zu können.

Max Neumann zählt zu den Größen der deutschen figurativen Gegenwartskunst.

Mit seinen rätselhaften Figurationen in entrückten Bildszenerien und geheimnisvollen Porträts zielt er auf das Wesentliche, das unverwechselbare Sinnbild des Menschen.
Dabei entwickelt er einen Personenstil, der alle Hinweise auf Persönliches tilgt.

Neumann erzählt keine Geschehnisse, sondern zeichnet emotionale Zustände nach,
wobei dem Betrachter ein Spiegel der eigenen Träume und Ängste, Obsessionen und Phantasmen vor Augen gehalten wird. 

Seit den 1980er Jahren gewinnt die Kunst von Max Neumann zunehmend an Bekanntheit. Viele Preise, etwa der Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen (1984), der Florentiner Villa Romana-Preis (1986) oder der Grand Prix de S.A.S. le Prince Rainier III. aus Monaco (2004) ehren den Künstler. Auch zahlreiche internationale Museen verwahren Arbeiten von Max Neumann, etwa die Berliner Neue Nationalgalerie, das Museum Folkwang in Essen, die Hamburger Kunsthalle, das Museum von Caen in Frankreich oder das Museum of Modern Art im japanischen Toyama.

Jean-Marie Tasset, Kunstkritiker: »Dieser deutsche Maler, der in Berlin lebt und arbeitet, ist zweifellos einer der besten Künstler seiner Generation. (…)  Das zentrale Motiv in Neumanns Werk ist die Zeit des Menschen, das Warten, die Alltäglichkeit, die Unmöglichkeit der Kommunikation, die pessimistische Entfremdung, wozu eine Geschichte schweren Leides das menschliche Bild hat zusammenschrumpfen lassen. Seine Figuren haben keine Psychologie, keine Individualität im klassischen Sinn: es sind Schatten, Gestalten, Silhouetten, Verkörperungen einer bestimmten Situation des Menschen, dem sogar sein Gesicht abhanden gekommen ist. In ein Selbstgespräch geflüchtet, kommt in Neumanns anonymen Figuren eine ungeheure plastische Kraft zum Ausdruck. (…)

Selten war ein Künstler so rigoros, so treu gegenüber dem existentiellen Raum. Neumann gibt nur das Bezeichnende, Entscheidende, Unerlässliche an. (…)«

Der Kunstverein zeigt einige der Zeichnungen von Max Neumann, die den 2021 bei Suhrkamp erschienenen Gedichtband »Abschied« von Cees Nooteboom illustrieren. Der Künstler ist am Vernissage-Abend anwesend.

Bildnachweis: Foto ©SonjaNeumann / Titelbild: Max Neumann, Untitled


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