11. September bis 22. November 2020

Susa Templin (geb. 1965 in Hamburg, lebt in Berlin und Frankfurt/Main) absolvierte ihr Studium der freien Kunst an der Hochschule der Künste in Berlin und der Staatlichen Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main in der Zeit von 1987 bis 1993. Ihre Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen und Sammlungen gezeigt, u.a. in der Kunsthalle Mannheim, der Berlinischen Galerie Museum für Moderne Kunst, Architektur und Fotografie, Berlin, dem Museum Folkwang in Essen, der Kunsthalle Nürnberg, der Fotogalleriet Malmö oder der Biennale des Images in Paris.

Susa Templin arbeitet in den Medien analoge Fotografie und Fotografie-Installation. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit urbanen Strukturen auseinander: In Städten wie New York oder Berlin entstehen Fotografien, die jene Orte festhalten, deren „Gebautheit“ die Künstlerin faszinieren. Daneben fertigt sie Zeichnungen, in denen vom Raum abstrahiert wird. Bei der Beschäftigung mit den Begrenzungen, die die Architektur vorgibt, sind auch Gärten und Parks Teil ihres Interesses. Susa Templin denkt sie als konstruierte Natur, künstliche Landschaft, sie werden für sie zum „Phantasieraum“ in der Stadt.

Aus fotografischem Bildmaterial entstehen plastische Modelle, die sie anschließend fotografiert, um so Bild-Räumezu erschaffen, in denen sie Bedeutung, Architektur und Perspektiven hinterfragt. Es entstehen Vorschläge für die Gestaltung von urbanen Räumen und Susa Templin setzt ihre imaginären Entwürfe unter anderem in Kunst am Bau Projekten um. Technisch betrachtet, handelt es sich bei den Fotoarbeiten von Susa Templin bis heute um analoge Fotografie, die nicht im Computer nachbearbeitet wird.

Die Kunsthalle Lingen präsentiert eine Auswahl ihrer großen raumgreifenden Installationen der letzten Jahre , darunter auch die eigens für die Kunsthalle Lingen entwickelte Arbeit „Transparentes Labyrinth“ sowie ein filmisches Werk. Im Kabinett im Obergeschoß gibt eine Retrospektive ihrer fotografischen Handabzüge, Zeichnungen und Collagen einen umfassenden Überblick über ihre Arbeit seit den 1990er Jahren.

Vor dem Hintergrund unseres heutigen sich oft diffus entwickelnden Raumes, innerhalb dessen Grenzen nicht mehr klar verlaufen und digitale und reale Raumerfahrung sich zunehmend vermischt, verhandeln alle Werke von Susa Templin einen aktuellen Aspekt.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Volksbank Lingen eG gemeinsam mit der VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. Weiterer Dank geht an Loxx Logistics GmbH und an Klaus Benderoth ebenfalls für großzügige Unterstützung.

Weitere großzügige Förderung erfolgt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Landkreis Emsland, die Stadt Lingen(Ems) und die Kulturstiftung Heinrich Kampmann.

Ebenfalls Dank geht an den Bundesverband für Soziokultur – NEUSTART Sofortprogramm für Coronabedingte Investitionen, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Pressebilder schicken wir auf Anfrage gern zu.

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – Fr 10 – 17 Uhr,
Sa So 11 – 17 Uhr
Öffentliche Führungen mit Anmeldung: Sonntags, 15.30 Uhr

Bildnachweis: Installationsansicht Kunsthalle Lingen, Susa Templin – Grundrisse

 

Maria-Anna Berlage
Assistentin der Direktion
Finanzen

Kunsthalle
Kunstverein Lingen e. V.
Kaiserstraße 10 a
49809 Lingen (Ems)
Tel: 0591-59995
Fax: 0591-59905
info@kunsthallelingen.de
www.kunsthallelingen.de

(Visited 32 times, 1 visits today)