PRODUKTIVE UNRUHE
21. Mai bis zum 26. Juli 2026
Kunsthaus Dresden/ robotron-Kantine
Produktive Unruhe. Kunst, Publikum und Alternativkultur im Spannungsfeld der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in den 80er Jahren.
Mit Werken von Karl-Heinz Adler, Walter Arnold, Bernd Bankroth, Falko Behrendt, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Anna Bromley, Klaus Dennhardt, Reinhard Dietrich, Michael Freudenberg, Freunde der italienischen Oper, Manuel Frolik, Manuel Frolik, Hubertus Giebe, Hermann Glöckner, Dieter Goltzsche, Eberhard Göschel, Hans-Hendrik Grimmling, Herta Günther, Angela Hampel, Andreas Hegewald, Christian Heinze, Christine Heitmann, Ernst Hirsch / Gartenfest Heinz Wittig, Olaf Holzapfel, Wilhelm Klotzek, Friedrich Kracht, Sylvie Kürsten, Gerda Lepke, Werner Lieberknecht, Peter Makolies, Martin Maleschka, Yana Milev, Henrike Naumann, Helga Paris, A. R. Penck, Johannes Peschel, David Polzin, Núria Quevedo, Günther Rechn, Gerhard Rommel, Jürgen Schieferdecker, Hanns Schimansky, Werner Schinko, Luise Schröder, Klaus Schwabe, Sabine Slatosch, Wolfgang Smy, Erika Stürmer-Alex, Ulrich Tarlatt, Alfred Thiele, Max Uhlig, Norbert Wagenbrett, Suse Weber, Claus Weidensdorfer, Horst Weisse, Olav Westphalen, Leoni Wirth, Karla Woisnitza, Ruth Wolf-Rehfeldt, Willy Wolff, Ulrich Wüst, Fotis Zaprasis
Mit einem künstlerischen Zeitzeug*innenprojekt von Sylvie Kürsten mit Susanne Altmann, Michael Freudenberg, Hubertus Giebe ,Prof. Dr. Bernd Lindner, Yana Milev, Peter Segor, Sabine Slatosch
Die 1980er Jahre waren auch in Dresden eine bewegte unruhige Zeit, voller Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen und welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits staatlicher Lenkung? Die Ausstellung „Produktive Unruhe“ nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick. Den Ausgangspunkt bilden die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR, in denen sich bereits die Vielfalt des damaligen künstlerischen Wirkens abbildet, aber auch ausgewählte Positionen einer Alternativkultur, die zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wege jenseits der staatlich gelenkten Bahnen sucht und findet.Die gemeinsam entwickelte Ausstellung bietet Einblicke in diese besondere Zeit, überwiegend anhand der grafischen Sammlungsbestände des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), die 1991 nach der Auflösung des ZfK dem ifa – Institut für Auslandsbeziehungen übertragen wurden. Im selben Jahr entstand auch das Kunsthaus Dresden als Nachfolgeinrichtung der ehemaligen Dresdner Außenstelle des ZfK und heutige städtische Galerie für Gegenwartskunst.
Gleich mehrere künstlerische Neuproduktionen eröffnen – zum Teil auch in Auseinandersetzungmit der eigenen Familienbiografie – den Dialog zwischen den Generationen in dieser Ausstellung mit Werken und Leihgaben von insgesamt mehr als 50 Künstler*innen.
Auch der forschende Blick auf das Publikum von damals, seine Interaktion mit der Kunst damals wie heute hier, und das historische dokumentarische Material verweben Perspektiven der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander und schlagen eine Brücke zu den Menschen und der Atmosphäre der 8oer Jahre in einem Land in Unruhe.
Eine gemeinsame Ausstellung des Kunsthauses Dresden und dem ifa-Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. Zu den weiteren Partnern zählen der Kunstfonds / Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden.
Unser Dank gilt der SLUB – Deutsche Fotothek, der Sammlung des Albertinum / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, dem Lindenau Museum Altenburg, dem Getty Research Institute in Los Angeles, dem Stadtarchiv Dresden, dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, der Galerie Himmel Dresden und vielen weiteren Partnern und Leihgebern.
Kuratiert von Susanne Weiß und Christiane Mennicke-Schwarz begleitet durch Sylvie Kürsten, Robert Thiele, Julianne Csapo, Lars Hiller, Laura Schulze. Mit Dank für wichtige Hinweise und Zusammenarbeit an: Silke Wagler, Prof. Dr. Bernd Lindner, Olaf Holzapfel, Luise Schröder. Archivarbeit: Janine Wagler, Dr. Swantje Greve. Ausstellungsarchitektur lfm2 Leipzig.
Gefördert durch die Stiftung Kunstfonds Bonn, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Homann-Stiftung und die Stiftung Kunst und Musik für Dresden.
„Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine stellt den Auftakt der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zur Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“ im Jahr 2026 dar.
Das Projekt „Publik Machen“ findet in Dresden in der robotron-Kantine sowie an fünf verschiedenen Ausstellungorten in Berlin statt: ifa-Galerie Berlin, Schloss Biesdorf, KVOST – Kunstverein Ost, Prater Galerie und Galerie im Turm.
Bildnachweis: Henrike Naumann, DDR Noir, 2018, Foto: Eric Tschernow, ifa Kunstsammlung
Robotron-Kantine
Lingnerallee am Skatepark
01069 Dresden
Öffnungszeiten
Mi – Fr 16 – 19 Uhr
Sa & So 12 -18 Uhr
Eintritt frei
Kunsthaus Dresden
Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden
T +49 351 488 8971
www.kunsthausdresden.de