17. September 2025 – 6. Januar 2026
Stadt Kehl & Rheinhafen Kehl

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7 Standorte, 15 Berge, 20 Container
Schrott, Plastik, Schlacke: Der Hafen kommt in die Stadt

Präsentation der Fotoserie „Kehler Berge“ von Gabriele Engelhardt anlässlich des 125jährigen Kehler Hafenjubiläums

Pressekonferenz: 17.09.2025, 17 Uhr. Treffpunkt vor dem Kulturhaus Kehl (Am Läger 12, 77694 Kehl). Anmeldungen bitte bis zum 13.09.25 unter kl@luz-communication.de

Eröffnung: 17.09.2025, 19 Uhr. Mit Reden von WOLFRAM BRITZ, OBERBÜRGERMEISTER DER STADT KEHL, ARNE BRAUN STAATSSEKRETÄR FÜR KULTUR IM MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KUNST BADEN-WÜRTTEMBERG u.a.m.

Die baden-württembergische Stadt Kehl, am Oberrhein dem pittoresken französischen Straßburg direkt gegenüber gelegen, ist – im Gegensatz zu dieser – eine Stadt der offenen Wunden. Was die flächendeckenden Zerstörungen des 2. Weltkriegs noch an attraktiver Substanz übrig gelassen haben, haben die funktionalen Verkehrsplanungen der 70er Jahre endgültig genommen. Dazu kommt: Der Hafen dominiert das Rheinpanorama – und es sind selten die edelsten Materialien, die in Binnenhäfen verschifft werden. Anlässlich des großen 125jährigen Hafenjubiläums wagt die Stadt nun erneut eine kritische künstlerische Bestandsaufnahme ihres Ist-Zustandes. „Der Hafen kommt in die Stadt“ – unter diesem Titel zeigen die Stadt Kehl und der Rheinhafen Kehl an 20 Überseecontainern die Fotoserie „Kehler Berge“ der Karlsruher Künstlerin Gabriele Engelhardt. Die Container sind an sieben Standorten in der Stadt verteilt. Die Serie ist Teil der Werkreihe „rawmaterials“, die aus Schüttgut fotografische Skulpturen formt.

Die Stadt Kehl liegt am Oberrhein und ist über die Europabrücke innenstädtisch unmittelbar mit Straßburg verbunden. Im Gegensatz zu Straßburg ist Kehl jedoch durch die großflächigen Zerstörungen des 2. Weltkriegs und durch die Verkehrspolitik der 1970er Jahre eine Stadt mit offenen Wunden. Um hier entgegenzuarbeiten, hat die Stadt erstmals 2014 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Gabriele Engelhardt nutzte das Stipendium für eine monatelange Arbeitsphase im Rheinhafen Kehl, der mit 5.000 Arbeitsplätzen einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt ist. Nun folgt anlässlich des 125. Hafenjubiläums die Einzelausstellung der Serie „Kehler Berge“ an 20 Überseecontainern an 7 Standorten in der Innenstadt.

Die Kehler Berge (2016) der Künstlerin zählen zusammen mit den Plastikbergen (2022) und den Kremser Bergen (2024) zur Werkgruppe „raw_material“, zu der jüngst im Verlag für moderne Kunst Wien eine Werkkatalog erschienen ist. Als Bildhauerin (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) und Fotografin (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe) hat sich Gabriele Engelhardt über 10 Jahre mit Schüttgut und Recyclingmaterialien auseinandergesetzt.

Bildnachweis: Gabriele Engelhardt, Schienenberg, 2016


Stadt Kehl & Rheinhafen Kehl
c/o Kathrin Luz Communication
Greesbergstraße 5
Köln 50668

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