5. September – 4. Oktober 2025
Galerie am Dom


Vernissage: Freitag, 4. September, 19 Uhr

Wenn Kunst Geschichte schreibt!

Es gibt Kunstwerke, die den Zeitgeist nicht nur spiegeln, sondern ihn überdauern und prägen. Das macht sie für Sammler besonders spannend, denn sie verlieren nichts von ihrer Kraft – auch dann nicht, wenn Jahrzehnte vergehen. Sie bleiben präsent und aktuell, weil sie berühren, herausfordern, Statements formulieren und immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Genau diesen Werken widmet die Galerie am Dom ihre neue Ausstellung „Zeitgenössische Klassiker“, die vom 5. September bis 4. Oktober 2026 in der Englischen Kirche Bad Homburg zu sehen ist.

Die Ausstellung ist mehr als eine Präsentation bedeutender Positionen der Gegenwartskunst. Sie ist zugleich eine Reise durch die Geschichte einer Galerie, die seit über drei Jahrzehnten Künstlerinnen und Künstler begleitet, entdeckt und gesammelt hat. Aus dem eigenen Bestand öffnet die Galerie am Dom nun ihr Archiv – oder vielmehr ein Schatzkästchen voller Erinnerungen, Begegnungen und künstlerischer Wegmarken.

Jedes Werk erzählt dabei seine eigene Geschichte: von der ersten Begegnung im Atelier oder beim Verleger, von intensiven Gesprächen, gemeinsamen Ausstellungen und dem Vertrauen, das über viele Jahre gewachsen ist. So entsteht ein Panorama zeitgenössischer Kunst, das nicht nur kunsthistorische Bedeutung besitzt, sondern auch die persönliche Handschrift einer mit Leidenschaft geführten Galerie erkennen lässt. Wichtigste Prämisse war dabei stets höchste Qualität und die unverwechselbare Handschrift der Kunstschaffenden.

Im stillen, nahezu kontemplativen Ambiente der Englischen Kirche entfalten Gemälde, Skulpturen und grafische Arbeiten des 20. und 21. Jahrhunderts eine besondere Präsenz.

Unterschiedlichste künstlerische Positionen treten miteinander in einen lebendigen Dialog: Expressive Gesten stehen neben leisen, poetischen Bildwelten, kraftvolle Formen begegnen subtilen grafischen Arbeiten. Gegensätze werden zu Korrespondenzen, Individualität wird zu einem gemeinsamen Erlebnis.

Gerade in einer Zeit, in der Bilder in immer schnellerer Folge entstehen und verschwinden, richtet „Zeitgenössische Klassiker“ den Blick auf Werke mit bleibender Relevanz. Künstlerinnen und Künstler, deren Handschrift unverwechselbar geblieben ist und deren Arbeiten nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Die Ausstellung lädt dazu ein, Bekanntes neu zu sehen und die anhaltende Strahlkraft bedeutender Positionen der Gegenwartskunst zu entdecken. Dabei entstehen Gegenüberstellungen, die vielleicht ungewöhnlich erscheinen, weil sie bewusst subjektiv ausgewählt und kuratiert wurden – und gerade dadurch neue Spannungsfelder eröffnen.

Die Ausstellung macht sichtbar, was eine Galerie über Jahrzehnte auszeichnet: nicht allein das Ausstellen von Kunst, sondern das Begleiten künstlerischer Entwicklungen, das Vertrauen in außergewöhnliche Positionen und die Leidenschaft des Sammelns. Denn eine Sammlung wächst nicht nur durch Werke – sie wächst durch Beziehungen, Erfahrungen, Entdeckungen und den Mut, sich immer wieder auf Kunst einzulassen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Sammlungsarbeit ist zudem die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Neuerscheinungen und aktuellen Editionen. Die neueste Bronze eines international renommierten Bildhauers wird nicht nur den Sammlerinnen und Sammlern angeboten, sondern häufig auch für den eigenen Bestand erworben. So bleibt die Sammlung lebendig und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Vielleicht ist das die schönste Einladung, die diese Ausstellung ausspricht: sich Zeit zu nehmen. Für das Sehen. Für das Entdecken. Und für die Möglichkeit, einem Kunstwerk zu begegnen, das bleibt. Teilzuhaben an unserer Sammelleidenschaft – vielleicht wird sie auch zu Ihrer.

Zu sehen sind Werke von: Horst Antes, Elvira Bach, Stephan Balkenhol, Christo, Tony Cragg, Klaus Fußmann, Johannes Hüppi, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Heinz Mack, Armin Mueller-Stahl, Pablo Picasso, Günther Uecker u.v.a.  

Die Verkaufsausstellung ist immer mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet – und nach Vereinbarung.  

Weitere Infos erhält man über das Ausstellungstelefon: 0171 3854113 (Michael M. Marks, Kurator)  

Bildnachweis: Johannes Hüppi, o.T. (Badende), Öl auf Holz, 30 x 37,5 cm © VG Bild-Kunst Bonn 2026 ­ ­


Galerie am Dom GmbH
Krämerstraße 1
35578 Wetzlar
www.galerie-am-dom.de

(Visited 3 times, 3 visits today)