24. März bis 2. Juni 2024

Kunstmuseum Hildesheim


Eröffnung: 23. März 2024 um 17 Uhr

Salz und Zucker sind Materialien, die wir normalerweise in der Küche suchen würden. Doch
auch für die bildende Kunst bieten sie ein vielfältiges Potenzial.
Die Ausstellung Kristallisationspunkte vereint Boden- und Wandarbeiten, Performances, Fotografien, Installationen, Skulpturen und Videos von 14 Künstlerinnen und Künstlern, die sich diesen Werkstoffen widmen. Thematisch gliedert sich die Werkschau in zwei Bereiche: Auf der einen Seite werden Salze und
Zucker hinsichtlich ihrer bildnerischen Qualitäten untersucht. In Wasser gelöst, zu einem festen Körper gepresst, ausblühend, mit Farben versehen, gebrannt, gebacken oder als rieselnde Masse können sie unterschiedliche Formen annehmen und bildhauerische Fragen verhandeln.
Auf der anderen Seite sollen die symbolischen und politischen Implikationen hervorgehoben werden. Salz ist etwa lebensnotwendig, kann jedoch im Übermaß lebensfeindlich werden. Zucker hingegen verweist auf Wohlstand, Konsum und Genuss, aber auch auf Gier und Ausbeutung. Denn vor seiner industriellen
Produktion aus Rüben wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen, dessen Geschichte mit kolonialer Exploitation verbunden ist.
Mit Werken von: Christine Braun, Jonas Etter, Takaya Fujii, Helga Franz, Fabian Gatermann, Patricija Gilyte, Fadi al-Hamwi, Nadine Karl, Alice Musiol, Elia Nurvista, Thomas Rentmeister, Tiago Sant’Ana, Johanna Strobel, Kees de Vries, Heidemarie Ziebandt.

Bildnachweis: Tiago Sant’Ana: Sapatos de açúcar, 2019, Fotografie,© Tiago Sant‘Ana.


ALFRED DIEBOLD: REMAINS OF PARANOIA

24. März bis 5. Mai 2024

Der Fotograf, Wirtschaftswissenschaftler und Autor Alfred Diebold (*1953 in Heidenheim) zeigt in seinen dokumentarisch motivierten Serien politische und geschichtliche Zeugnisse, Landschaften und Traditionen in aller Welt. Im Kunstmuseum Heidenheim sind erstmals in Deutschland Werke aus seinem Projekt Remains of Paranoia zu sehen. Hierfür bereiste Diebold Albanien, um dort die Überreste militärischer
Bauten, Rüstungsanlagen und Bunker festzuhalten. Diese entstanden in der Zeit des kommunistischen Regimes unter Enver Hoxha und sind Ausdruck einer vom Machtinhaber gehegten und geschürten Paranoia vor einer Invasion und der zunehmend isolierten Lage, in welcher sich das Land ab 1961 befand.
Fotos des unterirdischen Tunnels am Porto Palermo, des Luftstützpunkts in Kuçovë oder der Tankerbrigade in Pocestë zeigen das Ausmaß der Angst und der Vorbereitungen auf
einen möglichen Angriff. Zusammen mit Karten und Erläuterungen zur Geschichte möchte die Ausstellung zu einem besseren Verständnis der albanischen Vergangenheit, aber auch für die Folgen einer militärischen Aufrüstung beitragen.


KUNSTMUSEUM HEIDENHEIM
Marienstr. 4
89518 Heidenheim
Tel.: 07321 327-4810 oder –4814
Fax 07321 327-4811
kunstmuseum@heidenheim.de
www.kunstmuseum-heidenheim.de

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