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Edwin Scharff Museum
Petrusplatz 4
89231 Neu-Ulm

Weitere Informationen unter
0731/ 70 50 – 25 55 (Museumskasse) oder 0731/ 70 50 – 25 20 (Verwaltung)
www.edwinscharffmuseum.de
esm@neu-ulm.de

Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Mi 13 – 17 Uhr
Do, Fr 13 – 18 Uhr
Sa, So, Feiertag 10 – 18 Uhr

Aufgrund der derzeitigen Lage bitten wir Sie, sich vor Ihrem Museumsbesuch auf www.edwinscharffmuseum.de über das aktuelle Rahmenprogramm und die geltenden Hygienevorschriften zu informieren.

Ausstellungen im Kunstmuseum:

Renée Sintenis
Pionierin der Bildhauerei
bis 17. Januar 2021

Sie galt als Gesicht der Weimarer Republik und mit ihrer modischen Kurzhaarfrisur als ein Vorbild für die „neue Frau“: Renée Sintenis, eine Pionierin der Bildhauerei. Ob beim Ausritt im Tiergarten oder am Steuer des eigenen Automobils, – im Berlin der 1920er Jahre machte die hochgewachsene und androgyn wirkende Künstlerin großen Eindruck.

In ihrem plastischen Schaffen bevorzugte Sintenis das kleine Format. In Kleinplastiken widmete sie sich zunächst dem weiblichen Akt und bald vorwiegend der Tierplastik. Um ihrer Profession zu folgen, bricht sie mit ihrer Familie.

Allmählich findet Renée Sintenis in einer impressionistisch-flackernden Oberflächenbehandlung ihre ganz eigene Formensprache. Vor allem die berührende Ungelenkigkeit junger Tiere und ihre vom Instinkt geleiteten Bewegungen weiß sie überzeugend wiederzugeben. Gefördert von der Galerie Alfred Flechtheim, deren ‚Paradekünstlerin‘ sie bald ist, werden ihre Werke zum beliebten Sammelobjekt im In- und Ausland und verschaffen ihr rasch Renommee. Doch auch die kraftvolle Vorwärts-Dynamik eines Polospielers oder die gespannte Konzentration der populären Boxkämpfer weiß die Bildhauerin zu veranschaulichen. Ihre pointierten, packenden Sportlerdarstellungen sind damit zugleich ein ausdrucksstarkes Zeugnis der Sportbegeisterung der Zeit. Eindringliche Selbstbildnisse und die charaktervollen Bildnisse von Freunden, zu denen der Dichter Joachim Ringelnatz zählt, befördern zusätzlich das Interesse an ihrem künstlerischen Werk. Mit der Plastik der „Daphne“ schafft die Künstlerin zudem eine der eindrucksvollsten mythologischen Verkörperungen der Zeit.

Nach einschneidenden Jahren der inneren Emigration wird Renée Sintenis schließlich in den 1950er Jahren mit ihrer Skulptur des Berliner Bären zur Botschafterin der von ihr so geliebten Stadt. Bis heute ist diese Schöpfung als Trophäe der Berliner Filmfestspiele heißbegehrt und weltbekannt.

Dank einer großzügigen Leihgabe durch die Sammlung Karl H. Knauf Berlin gibt die Ausstellung im Edwin Scharff Museum mit über 80 Werken einen umfassenden Überblick über das bildhauerische Werk der Künstlerin.

Bildnachweis: Polospieler II, 1929, Bronze, Foto: Bernd Sinterhauf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Kunsthistorische Führungen
Voraussichtlich max. 8 Teilnehmer*innen
Sonntag, 6.12.2020, 11.30 Uhr
Freitag, 11.12.2020, 16 Uhr

Rundgang für hörbeeinträchtigte Menschen
Der Ausstellungsrundgang wird von einer Schriftdolmetscherin begleitet. Hörbeeinträchtigte Menschen können das Gesprochene mitlesen.
Voraussichtlich max. Teilnehmerzahl: 8
Freitag, 11.12.2020, 16 Uhr

Literarische Zeitreisen
Voraussichtlich max. 15 Teilnehmer*innen. Die Veranstaltung findet im Vortragssaal statt.
Dauer: ca. 30 min, € 2,50 zzgl. Eintritt

Überall ist Wunderland

Die Zwanziger Jahre machten Renée Sintenis bekannt, ja berühmt. Eine Zeit, in der Kunst, Literatur und Film mit nie gekannter Experimentierlaune neue Horizonte eröffneten. Im neuen literarischen Spaziergang mit Florian L. Arnold und Marie Kerkhoff blicken wir auf diese Freude am Neuen, an Visionen, an einer mit der Kunst eng verbundenen Freude am Leben.

Sonntag, 20.12.2020,11.30 Uhr

Ausstellung im Kindermuseum:

„Architektierisch. Bauten von Mensch und Tier“
Eine interaktive Ausstellung des Grazer Kindermuseums FRida & freD
bis 19. September 2021

In Kooperation mit dem Kindermuseum FRida & freD Graz wird im Kindermuseum die Ausstellung „Architektierisch“ gezeigt. Rund um das Thema gebauter Raum bei Mensch und Tier wird vor Ort ausgedacht, gestaltet, nach- und neu gebaut. Als Schutzbau oder Vorratslager, zur Futterbeschaffung oder als Rückzugsort für die Aufzucht ihrer Kinder, Tiere bauen sich die Architekturen, die sie zum Über- und Zusammenleben brauchen. Ob sie ein mobiles Eigenheim um sich selbst herum bauen wie eine Schnecke oder riesige Mehrparteienanlagen konstruieren wie die Wespen – nützlich muss es sein und das sieht meistens unglaublich schön aus.

Mit Schere und Kleber, mit Schnur und Feile, mit touch pad und Wasserwaage – abgefahren, nützlich, stabil oder wagemutig, Kleine und Große: baut und findet raus, welche Bauten Euch gut tun!

Die Ausstellung im Kindermuseum wurde an die aktuellen Hygienestandards angepasst und entsprechend überarbeitet. Ein ausführliches Hygienekonzept ist auf der Internetseite des Museums unter www.edwinscharffmuseum.de/kindermuseum/ zu finden und sollte vor dem Museumsbesuch gelesen werden.

Weitere Veranstaltungen:

Bunt ist meine Lieblingsfarbe
Ein Mach-Mit-Angebot für 6 bis 12-Jährige

Magst Du Bilder, Figuren und was sonst noch so im Museum herumsteht? Hast Du Lust auf Gucken, Malen, Friemeln, Kneten? Am Freitag, den 11.12.2020, von 14.30-17.30 zeichnen, klecksen oder bauen wir, was das Zeug hält.
4€ pro Termin

Wir bitten um Anmeldung zu allen Veranstaltungen per Mail an esm@neu-ulm.de oder telefonisch von Montag bis Freitag unter 0731 7050-2520. Danke!

Eintrittspreise:
Eintritt 5 € (1 Erwachsener und max. 3 Kinder)
Familienkarte 9 € (2 Erwachsene und max. 6 Kinder)
Ermäßigt 4€ (Studenten, Senioren)
Bitte beachten Sie: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen prinzipiell keinen Eintritt. Allerdings können pro Erwachsener nur maximal drei Kinder mitgenommen werden.

 

B

Geologische Sammlung im Rathaus Neu-Ulm
Rathaus Neu-Ulm, 1.Stock
Augsburgerstr. 15
89231 Neu-Ulm

Öffnungszeiten:
Mo, Di 8 – 12 Uhr, 13.30 – 16 Uhr
Mi 8 – 12 Uhr
Do 8 – 12 Uhr, 13.30 – 18 Uhr
Fr 8 – 13 Uhr
Eintritt frei

 

C

Heimatmuseum Neu-Ulm/Pfuhl im ehemaligen Rathaus
Hauptstraße 73
89233 Neu-Ulm/Pfuhl
www.heimatmuseum-pfuhl.de
Das Museum ist bis auf Weiteres geschlossen.

 

D

Museumscafé am Petrusplatz

Insofern es im Dezember wieder möglich ist, wird das Café von Dienstag bis Mittwoch von 10-17 Uhr und von Donnerstag bis Sonntag von 10-18 Uhr geöffnet sein. Sollten auch im Dezember Gastronomien geschlossen bleiben, so wird die Abholung von Speisen weiterhin möglich sein. Bitte informieren Sie sich dazu über www.lebenshilfe-donau-iller.de

 

Charlotte Thon, M.A.
Wissenschaftliche Volontärin
Städtische Sammlungen Neu-Ulm
Edwin Scharff Museum

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