1. OKTOBER 2020 BIS 10. JANUAR 2021

Pressevorbesichtigung der Ausstellung: Dienstag, 29. September 2020, 11.00 Uhr
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Mit annähernd 600 Blättern verfügt das Städel Museum über eine der umfangreichsten Sammlungen niederländischer Zeichnungen des 18. Jahrhunderts außerhalb der Niederlande und Belgiens. Diesem wertvollen Bestand widmet das Städel vom 1. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021 eine eigene Ausstellung. Präsentiert werden 81 repräsentative Zeichnungen von heute kaum mehr bekannten, in ihrer Zeit aber oft sehr erfolgreichen Künstlern. Sie veranschaulichen exemplarisch die Struktur des Sammlungsbestands, das inhaltliche Spektrum und die künstlerische Qualität. Die häufig bildmäßig vollendeten, oft auch farbigen Handzeichnungen bedienten die Schaulust der aufgeklärten Bürgerinnen und Bürger des 18. Jahrhunderts und ihr Bedürfnis nach Austausch und Information. Mit anderen Kunstinteressierten wurde eine Gesprächskultur über Bilder durch das gemeinsame Betrachten der Zeichnungen gepflegt.

In der Ausstellung sind Entwürfe für Wand- und Deckendekorationen von Jacob de Wit, Buchillustrationen von Bernard Picart, niederländische Topografien von Cornelis Pronk, Paulus Constantijn la Fargue oder Hendrik Schepper, stimmungsvoll komponierte Landschaftszeichnungen von Jacob Cats, den Brüdern Jacob und Abraham van Strij oder von Franciscus Andreas Milatz, dekorative Blumen- und Früchtestillleben von Jan van Huysum und dessen zahlreichen Nachfolgern sowie Darstellungen exotischer Tiere von Aert Schouman oder satirische Genreszenen von Cornelis Troost und Jacobus Buys versammelt. Die ausgewählten Werke verdeutlichen eindrucksvoll die Aufwertung und Emanzipation der Zeichnung in den Niederlanden des 18. Jahrhunderts ebenso wie die immer wieder gesuchte Auseinandersetzung mit der Kunst des 17. Jahrhunderts, des sogenannten niederländischen „Goldenen Zeitalters“.

„Wir verbinden die niederländische Kunst des 18. Jahrhunderts heute zwar nicht mit bekannten Meisterwerken und berühmten Künstlernamen, dennoch erlebte sie in ihrer Zeit eine reiche Blüte und wurde auch außerhalb der Niederlande aufmerksam beobachtet und gesammelt. Das Städel Museum verfügt seit seiner Gründung über einen kunsthistorisch wertvollen Bestand an niederländischen Zeichnungen des 18. Jahrhunderts. Unsere jüngsten Forschungsergebnisse aus der Erschließung der Sammlung können wir nun in einer Ausstellung und einem Katalog für alle Besucherinnen und Besucher des Museums sichtbar machen. Gleichzeitig eröffnen wir mit der ‚Schaulust‘-Ausstellung auch den umgebauten Studiensaal für das Publikum, sodass nun die Räumlichkeiten der Graphischen Sammlung wieder vollständig zugänglich sind“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

Mit dem ersten Besuchertag der Ausstellung ist auch der Studiensaal der Graphischen Sammlung nach Umbaumaßnahmen wieder zugänglich. Der Studiensaal bietet dem Publikum die Möglichkeit, sich Arbeiten aus dem über 100.000 Zeichnungen und Grafiken umfassenden Bestand des Städel Museums vorlegen zu lassen.

Am Donnerstag, 10. September 2020, um 10.30 Uhr findet eine Pressevorbesichtung des umgebauten Studiensaals der Graphischen Sammlung statt. Hierzu können Sie sich über unseren Newsroom anmelden oder indem Sie auf diese E-Mail antworten.

Die Pressevorbesichtigung der Ausstellung „Schaulust. Niederländischen Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts“ findet am Dienstag, 29. September 2020, um 11.00 Uhr statt. Auch hierzu können Sie sich bereits über unseren Newsroom anmelden oder indem Sie auf diese E-Mail antworten.

Die ausführliche Presseinformation zur Ausstellung „Schaulust. Niederländische Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts“ finden Sie hier als PDF. Druckfähige Pressebilder stehen im Newsroom zum Download für Sie bereit.

Für alle weiteren Informationen und Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Pressedownloads unter newsroom.staedelmuseum.de

Bildnachweis: Aert Schouman, Eine Spitzschwanz-Paradieswitwe und ein Dominikanerkardinal, Aquarell und Deckfarben über schwarzer Kreide auf Büttenpapier, 370 x 252 mm, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum  – U. Edelmann

 

Pamela Rohde, Jannikhe Möller, Franziska von Plocki und Susanne Hafner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Städel Museum
Telefon 069-605098-195
presse@staedelmuseum.de

(Visited 13 times, 1 visits today)