SCHWINDELGEFÜHLE – PICASSOS (BILD-)ARCHITEKTUREN
4. April bis 28. Juni 2026
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Mit über 50 Exponaten aus den Sammlungsbeständen erkundet die Studioausstellung Picassos künstlerisches Verhältnis zur Architektur in drei Kapiteln. Im Zusammenhang des globalen Siegeszuges brutalistischen Bauens entwarf Picasso ab den 1950er-Jahren zahlreiche monumentale Beton- und Stahlskulpturen, die weltweit große Beachtung fanden und bis heute Universitäten, Parks und öffentliche Einrichtungen in Metropolen wie New York, Chicago, Amsterdam und Barcelona schmücken. Die Schau stellt in diesem Kapitel Fotografien der markantesten Skulpturen in einen spannungsreichen Dialog mit Picassos Druckgrafik.
Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung Picassos Stadt- und Innenansichten seiner südfranzösischen Wohnorte und Ateliers und blickt im abschließenden Kapitel in metaphorischer Verwendung des Begriffs „Architektur“ auf seine Strategien der Bildkomposition. Der britische Kunsthistoriker Christopher Green entwickelt in seinem Buch „Picasso – Architecture and Vertigo“ die These, Picassos Werk sei durch zwei Gestaltungsprinzipen geprägt: Der Erschaffung formaler Strukturen, die eine geschlossene „Bildarchitektur“ erzeugen sowie die bewusste Zerstörung dieser „Architektur“ durch eine kreative Kraft, die als „Vertigo“ bezeichnet werden kann – als ein Schwindelgefühl, das durch Chaos und Orientierungsverlust gekennzeichnet ist. Die Ausstellung lädt dazu ein, unter dem Aspekt der Architektur das facettenreiche Schaffen des spanischen Künstlers neu zu entdecken.
Bildnachweis: Pablo Picasso. Frauenkopf, 1971, Betongravur, Princeton University, USA, Foto: Norman Wharton © alamy, © Succession Picasso/VG Bild-Kunst. Bonn 2026
Kunstmuseum Pablo Picasso
Picassoplatz 1
48143 Münster
Tel.: +49(0)251 4144710
E-Mail: info@picassomuseum.de