TRANSITIONS AND JOURNEYS THROUGH UCHE OKEKE’S WORK

28. April – 15. Oktober 2022

Iwalewahaus Bayreuth


Die Ausstellung in Kooperation mit Asele-Institut und Prof. Uche Okeke Legacy Limited, würdigt das Werk des Künstlers Uche Okeke.

Fünf Jahre nach dem Tod von Uche Okeke ist die Bedeutung seines Vermächtnisses in der zeitgenössischen und modernen afrikanischen Kunst klar erkennbar. Die Ausstellung trägt zu der Diskussion um die Relevanz der Ideen um Kunst als Faktor gesellschaftlicher Erneuerung bei, indem sie die Bedeutung von Uche Okeke als Künstler, Pädagoge und Kulturaktivist betont.

We will now go to Kpaaza präsentiert Arbeiten von Uche Okeke; darunter Zeichnungen und Gemälde, die seit vielen Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen waren. We will now go to Kpaaza lädt zu einem neuen Blick auf Werke und Konzepte von Uche Okeke und viele seiner Freund:innen und Weggefährt:innen und ermöglicht durch zeitgenössische Interventionen neue Perspektiven auf sein künstlerisches Werk – unter anderem durch die digitalen Installation des Künstlers Jeremiah Ikongio (Lagos, Nigeria).

Fünf Jahre nach dem Tod von Uche Okeke ist die Bedeutung seines Vermächtnisses in der zeitgenössischen und modernen afrikanischen Kunst klar erkennbar. Die Ausstellung trägt zu der Diskussion um die Relevanz der Ideen um Kunst als Faktor gesellschaftlicher Erneuerung bei, indem sie die Bedeutung von Uche Okeke als Künstler, Pädagoge und Kulturaktivist betont. We will now go to Kpaaza präsentiert vor allem Arbeiten auf Papier aus dem Korpus von Uche Okeke; darunter Zeichnungen und
Gemälde, die seit vielen Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Die in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus der Privatsammlung von Uche Okeke. Diese ist heute als Kunstsammlung des Asele-Instituts bekannt und umfasst neben seinen eigenen Arbeiten Werke nigerianischer Meister der Moderne wie Demas Nwoko, Bruce Onobrakpeya, Okechukwu Odita und Oseloka Osadebe sowie von Schüler:innen von Uche Okeke wie Ego Uche-Okeke, Uzo Ndubisi und dem ghanaischen Künstler Emmanuel Tetteh, den er während seiner Reisen nach Ghana in den 1970er Jahren kennenlernte.

Die Ausstellung zeigt auch Kunstwerke aus der Sammlung des Iwalewahaus von Obiora Udechukwu (und einigen anderen Künstlern der Nsukka-Schule), verschiedene Materialien aus den Archiven des
Asele-Instituts, darunter Ausstellungsplakate, Broschüren, Fotografien und insbesondere Gegenstände von Uche Okekes Reisen nach Deutschland in den 1960er Jahren, die bisher noch nicht ausgestellt wurden. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist eine Reihe von Installationen des zeitgenössischen
nigerianischen Künstlers Jeremiah Ikongio, die Uche Okekes Zeichnungen und Skulpturen als 3D-Modellierung in Augmented Reality (AR) und in Soundinstallationen übertragen. Dieses Werk wurde exklusiv für We will now go to Kpaaza produziert und überführen die Arbeiten Uche Okekes in den
digitalen Raum.

Kpaaza, von Uche Okeke als Begriff in seinen Schriften verwendet, ist eine Metapher für die spirituelle, intellektuelle und kreative Reisen auf der Suche nach Selbsterkenntnis. Kpaaza taucht im Werk des Künstlers häufig auf, wenn er Reisen in die Heimat seiner Vorfahren oder in fremde Länder unternimmt.
Kpaaza steht aber auch für das kritische Hinterfragen und das lebenslange Lernen. Die Ausstellung folgt der Linie als Leitmotiv der Kuratorinnen. Sie schöpft dazu aus der Dynamik des uli, jenem Zeichenstil der Igbo, der traditionell von Frauen ausgeführt wird. Die Kuratorinnen verstehen die Linie, ganz im
Sinne Paul Klees, als einen Punkt, der spazieren geht. Wie in der uli-Malerei wandern Besucher:innen geführt von Linien durch die Ausstellung, die die unterschiedlichen Stationen in Leben und Werk des Künstlers verbinden. We will now go to Kpaaza betont, dass Mobilität und Begegnung – von Körpern, Werken und Ideen – einen kulturellen Reichtum darstellt. Die Ausstellung hebt wichtige Verbindungen in Uche Okekes künstlerischer Praxis hervor, die erst durch Reisen und Migration im Laufe seiner beruflichen Laufbahn entstehen konnten. Dafür steht auch seine Zeit in Deutschland, in seinem Buch Art in Development – A Nigerian Perspective beschrieben, die entscheidend für die Gestaltung und Gründung des Asele Institutes waren. Uche Okeke verbrachte zwei Jahre in München, wo er in der Mayer‘schen
Hofkunstanstalt in München Glas- und Mosaiktechniken erlernte. Hier wie andernorts knüpfte er Kontakte und baute persönliche und berufliche Beziehungen auf, die einen weitreichenden Austausch mit Künstler:innen und Kultureinrichtungen ermöglichten.

We will now go to Kpaaza bringt zum weltweit
ersten Mal all diese Nuancen von Bewegung, Kontakt und Verbindung zusammen und lädt zu einem neuen Blick auf Werke und Konzepte
von Uche Okeke.

Kuration: Ijeoma Uche-Okeke, Nantume Violet | Projektmanagement: Salma Uche-Okeke, Lena Naumann, Katharina Fink | Programm: Katharina Fink | Eine Kooperation des Asele Institute, Nimo/ Nigeria und dem Iwalewahaus, Universität Bayreuth

Bildnachweis: Primal Beast, Uche Okeke, (c) Iwalewahaus


Iwalewahaus
Universität Bayreuth
Wölfelstraße 2
D-95444 Bayreuth
iwalewa@uni-bayreuth.de
www.iwalewahaus.uni-bayreuth.de
Tel +49(0)921-55 4500


Dr. Katharina Fink
katharina.fink@uni-bayreuth.de
Lena Naumann
lena.naumann@uni-bayreuth.de

Die Kuratorinnen Nantume Violet und Ijeoma Loren Uche-Okeke werden ab dem 04. April 2022 in Bayreuth anwesend sein.

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