27. November 2025 bis 8. März 2026
Landesmuseum Mainz

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Slevogt-Ausstellung beleuchtet den „König der Illustration“ neu

Innenminister Michael Ebling hat die neue Sonderausstellung „Auf zu neuen Werken! Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer“ im Landesmuseum Mainz eröffnet. Die Schau widmet sich der kreativen und produktiven Partnerschaft zwischen dem berühmten deutschen Impressionisten Max Slevogt und seinem Berliner Verleger Bruno Cassirer. Slevogt, der neben Lovis Corinth und Max Liebermann zu den prägenden Vertretern der deutschen Freilichtmalerei zählt, galt seinen Zeitgenossen zugleich als „König der Illustration“. Die Ausstellung beleuchtet erstmals umfassend, wie eng Kunst und Verlagswesen bei der Entstehung seiner Illustrationswerke verflochten waren und welche Bedeutung Cassirer für Slevogts Erfolg hatte. Zu sehen ist die Ausstellung vom 27. November 2025 bis 8. März 2026 im Landesmuseum Mainz.

„Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die fast dreißig Jahre währende, intensive Arbeits- und Freundschaftsbeziehung zwischen Max Slevogt und seinem Verleger Bruno Cassirer, einem der einflussreichsten Kunstverleger im Berlin der Weimarer Republik. Gemeinsam schufen sie über 50 illustrierte Bücher und Mappenwerke, die sich durch herausragende Qualität und große Sorgfalt auszeichnen und bis heute Maßstäbe setzen“, sagte Innenminister Michael Ebling. Die Ausstellung verdeutliche eindrucksvoll, wie sehr Max Slevogt als Illustrator und Grafiker die impressionistische Buchgestaltung geprägt habe. „Das Landesmuseum Mainz unterstreicht damit einmal mehr seinen Anspruch als Slevogt-Kompetenzzentrum, das immer wieder mit neuen, spannenden Ausstellungen zu diesem Künstler aufwartet.“

Die inhaltliche Grundlage der Ausstellung ist die erstmals wissenschaftlich bearbeitete Korrespondenz zwischen Künstler und Verleger, die zahlreiche neue Erkenntnisse über ihre Erfolgsstory, die Zeitgeschichte und ihr Netzwerk offenlegt. Im Zentrum der Schau stehen zahlreiche bislang unveröffentlichte Illustrationen, Vorzeichnungen und Probedrucke, die überwiegend aus dem grafischen Nachlass Slevogts stammen.

„Diese Ausstellung zeigt einen Slevogt, den viele noch nicht kennen – als fantasievollen Gestalter, als scharfsinnigen Beobachter und als einen Künstler, der in der Buchkunst neue Wege ging“, so Dr. Heike Otto, Generaldirektorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), zu der das Landesmuseum Mainz gehört. Sie würdigte das Projekt als Meilenstein der Slevogt-Forschung.

„Dass wir dafür auf die hervorragende Zusammenarbeit unserer langjährigen Forschungskooperation mit unseren Partnern – der Modernen Galerie des Saarlandmuseums Saarbrücken und der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer/Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz – bauen konnten, ist ein echter Glücksfall“, sagte Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Karoline Feulner vom Landesmuseum Mainz. Das Konzept wurde in enger Kooperation mit Dr. Eva Wolf von der Modernen Galerie des Saarlandmuseums Saarbrücken entwickelt. Feulner betonte: „Slevogt und Cassirer verband eine kongeniale Partnerschaft voller Ideen, voller gegenseitiger Wertschätzung und geprägt von der Leidenschaft für die Kunst des illustrierten Buchs.“

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landesmuseums Mainz, der Modernen Galerie des Saarlandmuseums Saarbrücken und der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer. Nach ihrer Premiere in Mainz wird sie in Saarbrücken (27. März – 5. Juli 2026) und in der Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin (3. Oktober 2026 – 18. Januar 2027) gezeigt. Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen und Workshops begleitet die Schau; alle Termine und Anmeldemöglichkeiten sind unter www.landesmuseum-mainz.de zu finden. Begleitend erscheinen zwei wissenschaftliche Publikationen im Deutschen Kunstverlag, die neue Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Max Slevogt und Bruno Cassirer bieten.

Das beigefügte Foto von der Eröffnung zeigt: Innenminister Michael Ebling, Generaldirektorin der GDKE, Dr. Heike Otto, die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Karoline Feulner und die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide.

Bildnachwieis: Copyright: GDKE/Bonewitz


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