19. Juni bis 6. Dezember 2026
Gropius Bau


Seit über fünf Jahrzehnten setzt sich Gabriele Stötzer mit Themen wie Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Geschlecht auseinander. Ihr eigener Körper spielt dabei oft eine zentrale Rolle – nicht als Objekt, sondern als Schauplatz von Widerstand und feministischer Selbstbehauptung. Mit Dabei sein und nicht schweigen zeigt der Gropius Bau ab Juni 2026 die bislang größte institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin.

Gabriele Stötzers künstlerische Praxis ist untrennbar mit ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement verbunden: Wegen einer Unterschriftenaktion wurde sie 1976 mit dem Vorwurf der „Staatsverleumdung“ in der DDR inhaftiert, woraufhin sie sich dem literarisch-künstlerischen Untergrund anschloss und später die Künstlerinnengruppe Erfurt mitbegründete. Viele ihrer Werke formulieren radikale Gegenentwürfe zu staatlicher Repression und Normierung, indem sie Grenzen unterwandern und Raum für Verletzlichkeit und Sehnsucht öffnen. Die Ausstellung unterstreicht mit rund 150 Arbeiten die Vielfalt ihres experimentellen Schaffens zwischen Malerei, Literatur, Fotografie, Textilkunst, Super-8-Film, Performance und Aktionen im öffentlichen Raum – und versteht sich als Impuls für die überfällige breitere Rezeption dieser wegweisenden Künstlerin.

Gabriele Stötzer ist auch eine der zentralen künstlerischen Positionen im Jubiläumsprogramm zum 75-jährigen Bestehen der Berliner Festspiele. Für das Jubiläum hat Stötzer ein Plakat in exklusiver Sonderedition gestaltet, das im Onlineshop erhältlich ist.

Bildnachweis: Gabriele Stötzer, Die Auslöschung eines Blicks – Ich trage meine Wunden heute offen, 1983, Courtesy: Gabriele Stötzer, Foto: Heike Stephan © VG Bild-Kunst, Bonn 2026


Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
Gropius Bau (berlinerfestspiele.de)

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