PLAYGROUND. EIN SPIELPLATZ IM MUSEUM VON SONIA KAZOVSKY
ab 25. April 2026
K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Pressevorbesichtigung: Donnerstag, 23.4.2026, ab 10 Uhr im K20
Pressekonferenz: 23.4.2026, 11 Uhr im K20
Eröffnung: Samstag, 25.4.2026, 15 – 18 Uhr im K20, Eintritt frei
Die Ausstellung „Playground“ lädt Kinder dazu ein, zu berühren, zu klettern, zu rennen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen – in einer träumerischen Landschaft, die wie aus einer anderen Welt wirkt. Die Künstlerin Sonia Kazovsky hat eigens für die größte Ausstellungshalle des K20 ein begehbares Kunstwerk geschaffen, in der das Spielen zum künstlerischen, sinnlichen und gemeinschaftlichen Erlebnis wird. In „Playground“ können Kinder und ihre Begleitpersonen mithilfe von besonderen Requisiten und Kostümen in andere Rollen schlüpfen, einen großen Wüstenhügel hinunterrollen, sich um ein Lagerfeuer versammeln oder an einer phantasievoll gestalteten Straßenlaterne schaukeln. „Playground“ möchte über das traditionelle Kunstpublikum hinaus auch ein jüngeres, vielfältiges Publikum erreichen und die Neugier von Kindern für moderne und zeitgenössische Kunst wecken.
Unter der Direktion von Susanne Gaensheimer verfolgt die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen an ihren beiden Standorten K20 und K21 das Ziel, ihre Gebäude, ihr Ausstellungsprogramm, die Sammlung und das Begleitprogramm für ein möglichst breites Publikum zu öffnen. „Mit Playground möchten wir zeigen, dass das Museum ein Ort auch für Kinder und Familien sein kann – ein Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt, entdeckt und gemeinsam gestaltet wird“, sagt Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Die Idee zu „Playground“ hatte Karen Archey, leitende Kuratorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: „Als Elternteil von zwei kleinen Kindern und als Kurator*in an einer öffentlichen Institution möchte ich Raum für die Bedürfnisse von Familien schaffen. Wir brauchen mehr Möglichkeiten, gemeinsam zu spielen, gemeinsam zu fantasieren und einfach in einem öffentlichen Raum wie das Museum einer ist, zusammen zu sein. So ist Playground entstanden.“
Die Installation entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Sonia Kazovsky und dem Museum. Gemeinsam mit der Kuratorin entwickelte die Künstlerin ein Format, das insbesondere Kinder und Familien anspricht und die aktive Teilnahme im Mittelpunkt steht: Besucherinnen dürfen das Kunstwerk betreten, berühren und verändern. Bewegung, Begegnung und gemeinsames Spiel werden Teil der künstlerischen Erfahrung.
Das Museum wird zum sozialen Raum, in dem Kunst körperlich erlebt werden kann und neue Formen des Miteinanders entstehen. „Playground“ lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Kunst, Spiel und Alltag neu zu denken – und das Museum als offenen Ort für Menschen jeden Alters zu entdecken.
Playground – Ein Spielplatz im Museum
Die Ausstellungshalle beeindruckt durch eine schwebende Komposition aus Stoffbahnen in verschiedenen Blautönen, die wie ein wolkenloser „Himmel“ wirkt und dem Raum eine theatrale Atmosphäre verleiht. Von der Decke hängt zudem eine reflektierende „Sonne“ aus goldener Folie. Ein großes Stoffzelt dient als Rückzugsort für Fantasie und Geschichten und zugleich als Übergang in die imaginäre Welt von „Playground“.
Bereits am Eingang der großen Ausstellungshalle im K20 werden Besucherinnen von einer Auswahl ungewöhnlicher Requisiten und Kleidungsstücke empfangen, die dazu einladen, in andere Rollen zu schlüpfen, den eigenen Körper spielerisch zu erweitern und gemeinsam neue Formen der Interaktion zu entdecken.
Eine runde Sitz- und Spielfläche, die an einen Wasserteich erinnert, ist ideal zum gemütlichen Zeit verbringen für Eltern mit Babys, während eine Art Wüstenhügel zum Rennen, Klettern und Rutschen einlädt. Eine Schaukel in Form einer Straßenlaterne kann von Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Fähigkeiten genutzt werden. Ein Spieltisch mit integriertem Miniaturtheater eröffnet Raum für gemeinsames Erzählen und
Rollenspiele.
Im Zentrum der Ausstellung bildet eine wie ein Lagerfeuer gestaltete Installation einen sozialen Treffpunkt, an dem Besucher*innen zusammenkommen, sich austauschen oder einfach verweilen können.
Kuratorin: Karen Archey
Kuratorische Assistenz: Isabelle Tondre
Allgemeine Information
Der Eintritt in „Playground“ ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren kostenlos. Erwachsene Begleitpersonen zahlen 5 Euro Eintritt und können pro Person bis zu drei Kinder mitnehmen. Der Besuch muss vorab über ein Zeitfensterticket gebucht werden. Die Zeitfenstertickets können ab dem 23.4.2026 über die Website der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gebucht werden: https://shop.kunstsammlung.de
Die Ausstellung „Playground“ wird unterstützt von der Targo Bank, von Schaffrath und NL Niederlande.
Medienpartner der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wird gefördert durch Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Kurzbiografie Sonja Kasovsky
Sonja Kazovsky hat mit zahlreichen Institutionen an pädagogischen sowie governance-orientierten Prozessen gearbeitet. Sie hat die neue Plattform für studentische Vertretung an der Gerrit Rietveld Academie und dem Sandberg Institute in Amsterdam konzipiert und leitet dort seit 2025 den Bildungsschwerpunkt Art and Governance.
Zu ihren jüngsten Projekten zählt eine Zusammenarbeit mit POST – Platform for Contemporary Art für die Radboud University in Nijmegen (2025), die inzwischen Teil der universitären Sammlung ist, sowie infrastrukturelle Projekte mit interdisziplinären Kooperationen zwischen Institutionen und Organisationen.
Ihre Arbeiten wurden international in institutionellen und selbstorganisierten Kontexten präsentiert, unter anderem im Van Abbemuseum in Eindhoven (DAI 2017), im Kunstraum Düsseldorf (2017), in der Perdu Literary Foundation in Amsterdam (2019) sowie bei Art Rotterdam (Auswahl 2022).
Im Sommer 2026 wird sie Fellow bei dieDAS – Design Akademie Saaleck sein. Außerdem wurde sie für den Volumes Prize in Zürich (2024) sowie den ADAGP Artist Revelation Prize am MAD in Paris (2020) nominiert. Ihre Arbeiten befinden sich in der Sammlung der Nationalbibliothek der Niederlande.
Bildnachweis: Ausstellungsbanner
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